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23.04.2015

11:25 Uhr

Schwache Nachfrage

Texas Instruments leidet unter starkem Dollar

Der US-Chiphersteller Texas Instruments hat seinen Gewinn im ersten Quartal zwar steigern können, lag damit allerdings unter den Erwartungen der Analysten. Schuld ist neben dem starken Dollar eine schwache Nachfrage.

Chiphersteller Texas Instruments bekommt den starken Dollar zu spüren. ap

Chiphersteller Texas Instruments bekommt den starken Dollar zu spüren.

Texas Instruments rechnet im laufenden Quartal mit einer schwachen Chip-Nachfrage aus der Netzwerk- und Telekom-Branche. Auch die Sparte Verbraucherelektronik werde sich nicht wie gewünscht entwickeln, teilte der US-Chiphersteller am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit. Darüber hinaus belaste der starke Dollar die Geschäfte. Im abgelaufenen Quartal konnte TI zwar seinen Gewinn um 35 Prozent auf 656 Millionen und den Umsatz um sechs Prozent auf 3,15 Milliarden Dollar steigern. Analysten hatten aber im Schnitt etwas mehr erhofft. Auch für das zweite Geschäftsquartal gab der Konzern eine Gewinn- und Umsatzprognose ab, die unter den Erwartungen lag.

TI-Aktien sackten nachbörslich um sieben Prozent ab. Der Infineon-Rivale gilt als Branchenbarometer, weil es Chips für eine Vielzahl von Produkten herstellt, etwa für Haushaltsgeräte und Industrieprodukte.

Die größten Chiphersteller

Ein Milliardenmarkt

Chips stecken in immer mehr Geräten – vom Auto bis zur Smartwatch. Deswegen wächst die Nachfrage. Nach Einschätzung der Marktforschungsfirma Gartner erreichte der weltweite Umsatz mit Halbleitern 2013 rund 315 Milliarden Dollar, ein Plus von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Dominator Intel

Intel ist und bleibt die Nummer 1. Der US-Konzern hielt 2013 nach Angaben von Gartner 15,4 Prozent Marktanteil. Der Umsatz sank allerdings um 1 Prozent auf 48,6 Milliarden Dollar, vor allem wegen des schrumpfenden PC-Marktes.

Samsung macht auch in Chips

Samsung ist für seine Smartphones und Fernseher bekannt, doch der südkoreanische Konzern ist auch der zweitgrößte Chiphersteller mit einem Marktanteil von 9,7 Prozent. In den letzten Jahren wuchs Samsung rasant, nicht zuletzt dank des steigenden Bedarfs an Speicherbausteinen (DRAM und NAND). Der Umsatz: 30,6 Milliarden Dollar, ein Plus von 7 Prozent.

Qualcomm wächst dank Smartphones

Der US-Hersteller Qualcomm profitiert vom Smartphone-Boom, mit seinen Prozessoren für die mobilen Geräte sowie mit Komponenten für den Datenturbo LTE steigerte er seinen Marktanteil auf 5,5 Prozent. Umsatz: 17,2 Milliarden Dollar.

Sonstige Anbieter

Mehrere andere Unternehmen machen mit Halbleitern zweistellige Milliardenumsätze: SK Hynix aus Südkorea, Toshiba aus Japan sowie Micron und Texas Instruments aus den USA.

Von

rtr

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