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19.02.2004

16:35 Uhr

Schwache Nachfrage und harte Konkurrenz

Qwest rutscht tief ins Rot

Vor einem Jahr hat Qwest noch gut verdient. Analysten haben für das vierte Quartal schon mit Verlusten gerechnet. Doch es kam dicker als erwartet.

HB PHILADELPHIA. Der US-Telekom-Konzern Qwest Communications International Inc. ist im vierten Quartal wegen schwacher Umsätze und Umstrukturierungskosten tief in die Verlustzone geraten. In den drei Monaten sei ein Verlust von 307 Millionen Dollar oder 17 Cent pro Aktie entstanden, teilte die viertgrößte regionale US-Telefongesellschaft am Donnerstag vor US-Börsenbeginn mit.

Dagegen seien vor einem Jahr noch 2,7 Milliarden Dollar oder 1,61 Dollar pro Aktie verdient worden. Die Einnahmen seien um 5,6 Prozent auf 3,50 Milliarden Dollar geschrumpft. Analysten hatten im Schnitt einen Verlust von acht Cent pro Aktie bei Einnahmen von 3,56 Milliarden Dollar vorausgesagt.

Der in 14 US-Bundesstaaten von Minnesota bis Washington tätige Konzern wird nach Bilanz-Unregelmäßigkeiten derzeit noch von den US-Aufsichtsbehörden geprüft.

Angesichts schwacher Nachfrage und harter Konkurrenz hat Qwest in den drei Monaten 3,9 Prozent seiner Telefonleitungen aufgegeben. Der Rückgang sei in etwa gleich hoch wie im dritten Quartal geblieben, was auf eine Stabilisierung schließen lasse, teilte das Unternehmen mit. Wie Qwest müssen sich auch die anderen so genannten Baby Bells, regionale Telefongesellschaften, die durch die Abspaltung vom Telekom-Riesen AT&T entstanden waren, nicht nur der Konkurrenz anderer Telefonfirmen erwehren. Zunehmend jagen ihnen auch Kabel-TV-Firmen Internet-Kunden ab. Diese versuchen zugleich in das regionale Telefongesellschaft einzudringen.

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