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26.01.2005

12:15 Uhr

Schwacher Ausblick wegen hohen Investitionen

SAP will weitere 3000 Mitarbeiter einstellen

Der Softwarekonzern SAP will seinen Mitarbeiterstamm auch im laufenden Jahr erhöhen. SAP teilte am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz mit, im Jahr 2005 würden rund 3000 weitere Mitarbeiter eingestellt.

Foto: dpa

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HB WALLDORF. Im vergangenen Jahr hatte das Walldorfer Unternehmen die Zahl der Mitarbeiter weltweit um knapp 2600 oder neun Prozent auf rund 32 200 erhöht. Rund 200 neue Mitarbeiter kamen über Zukäufe von kleineren Firmen ins Unternehmen.

Die um Aktienoptionsprogramme und Akquisitionskosten bereinigte operative Marge werde stagnieren oder um bis zu 0,5 Prozentpunkte steigen, teilte SAP mit. 2004 hatte die Rentabilitätskennziffer noch um einen Prozentpunkt auf 28 Prozent zugelegt, womit SAP sein Renditeziel erfüllte. „Das Jahr 2005 wird ein Jahr der Investitionen für SAP, was uns helfen wird, Umsatz und Effizienz zu steigern“, sagte SAP-Vorstandschef Henning Kagermann vor der Vorlage seiner Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr.

Kagermann hatte zuletzt wiederholt angekündigt, dass in diesem Jahr das Wachstum beim Verkauf von Software-Lizenzen Vorrang vor der Steigerung der Ertragskraft hat. Dennoch soll der bereinigte Gewinn je Aktie auf 4,70 bis 4,80 Euro von 4,37 Euro im Jahr 2004 steigen, die Umsätze mit Software-Lizenzen sollen sich erneut um zehn bis zwölf Prozent von zuletzt 2,4 Milliarden Euro erhöhen.

SAP äußerte sich zufrieden zum abgelaufenen Geschäftsjahr. „Das Jahr 2004 war ein außergewöhnliches Jahr“, sagte Kagermann. SAP habe wie prognostiziert die Software-Lizenzumsätze mit zehn Prozent weit stärker gestiegert als die Konkurrenten.

SAP wies für das abgelaufene Jahr einen Nettogewinn von 1,31 Milliarden Euro aus, was einem Zuwachs von 22 Prozent zum Vorjahr entspricht. Der Konzernumsatz legte um sieben Prozent auf 7,5 Milliarden Euro zu. Damit bestätigte SAP die Erwartungen der Analysten.

SAP jagt Wettbewerbern weiter Kunden ab

Im vergangenen Jahr steigerte SAP den Marktanteil im Vergleich zu den größten Wettbewerbern PeopleSoft, Oracle, Siebel Systems und Microsoft nach eigenen Angaben weiter. Basierend auf dem Softwareumsatz wies der Konzern am Mittwoch einen Marktanteil zum Ende des vierten Quartals von 57 Prozent aus. Zum Jahresschluss 2003 waren noch 53 Prozent gemeldet worden. Im umkämpften US-Markt erreichte SAP zum Ende des vierten Quartals einen Marktanteil von 38% im Vergleich zu 32 Prozent am Ende des Schlussvierteljahrs 2003. Zur künftigen Entwicklung des Marktanteils gab Kagermann zunächst keine Prognose ab.

SAP will in Kernabsatzregion Europa schneller als Markt wachsen

SAP will in seiner Kernabsatzregion EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) in diesem Jahr beim Verkauf von Software-Lizenzen stärker als der Markt wachsen. „Wir werden in EMEA schneller wachsen als der Markt“, sagte Vertriebsvorstand Leo Apotheker. Die Erwartungen an das Marktwachstum der gesamten Branche beim Lizenzverkauf lägen in der Absatzregion zwischen null und fünf Prozent. 2004 hatte SAP in seiner größten Absatzregion nach einer Belebung des Geschäfts in der zweiten Jahreshälfte beim Software-Umsatz ein Plus von vier Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro verzeichnet.

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