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26.04.2016

18:37 Uhr

Schwaches US-Atomgeschäft

Toshiba schreibt 2,1 Milliarden auf Westinghouse ab

Aufgrund des schwachen US-Atomgeschäfts schreibt Toshiba 2,1 Milliarden Euro ab. 2006 hatten die Japaner den US-Atomkonzern Westinghouse erworben. Seit dem Unglück von Fukushima setzen die Investoren Toshiba unter Druck.

Investoren drängen Toshiba seit längerem dazu, den Wertverfall der Beteiligung am US-Atomkonzern Westinghouse infolge des Fukushima-Unglücks zu verbuchen. AP

Elektronikkonzern Toshiba

Investoren drängen Toshiba seit längerem dazu, den Wertverfall der Beteiligung am US-Atomkonzern Westinghouse infolge des Fukushima-Unglücks zu verbuchen.

TokioToshiba zieht Konsequenzen aus der Schwäche des US-Atomgeschäfts. Der japanische Technologiekonzern schreibt 2,1 Milliarden Euro (260 Milliarden Yen) und damit den Großteil auf seine Anteile am US-Atomkonzern Westinghouse ab, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Zuletzt wurde die Sparte mit 2,8 Milliarden Euro bewertet.

Investoren drängen Toshiba seit längerem dazu, den Wertverfall der 2006 erworbenen Beteiligung infolge des Fukushima-Unglücks von 2011 zu verbuchen. Der bisherige Widerstand löste Misstrauen unter Anlegern aus und galt mit als Grund, dass sich der Aktienkurs nach dem milliardenschweren Bilanzskandal im vergangenen Jahr kaum erholte. Die Kehrtwende begründeten die Japaner nun damit, dass die Finanzierung von Atomgeschäften durch den Skandal schwieriger geworden sei.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr schätzt Toshiba nun seinen Nettoverlust auf 3,8 Milliarden Euro. Bisher hatte sich das Unternehmen auf ein Minus von 5,7 Milliarden Euro gefasst gemacht. Der Optimismus gründet sich auf den Verkauf einer Medizintechnik-Sparte an Canon. Zudem zog Toshiba-Chef Masashi Muromachi einen Schlussstrich unter Pläne, die schwächelnde PC-Sparte mit demselben Geschäft des Rivalen Fujitsu zu fusionieren.

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Auch in der Führungsetage macht Toshiba reinen Tisch: Insidern zufolge soll Muromachi, der im Juli nach dem Rücktritt des skandalerschütterten Managements ans Ruder gekommen war, im Juni durch Vize-Präsident Satoshi Tsunakawa ersetzt werden.

Von

rtr

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