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10.01.2007

14:40 Uhr

Schwaches Wachstum

Werbeverzicht zur WM bremst die Branche

Die Fußball-Weltmeisterschaft hat die großen Hoffnungen der Werbeindustrie nicht erfüllt. Einer Studie zufolge wuchs die Branche im vergangenen Jahr in etwa so schnell wie im Vorjahr. Experten hatten jedoch mehr für möglich gehalten. Auch in diesem Jahr wird das Wachstum eher verhalten ausfallen.

HB FRANKFURT. Auch für 2007 erwarten die Marktforscher von Nielsen Media Research ein Wachstum, allerdings ein schwächeres als 2006. Die Aktie der werbefinanzierten Fernsehgruppe Pro Sieben Sat 1 verlor am Mittwoch zeitweise drei Prozent an Wert.

Die Ausgaben für Werbung in klassischen Medien wie Radio, Zeitung und Fernsehen legten 2006 um 977 Mill. oder 5,1 Prozent auf 20,1 Mrd. Euro zu, wie Nielsen mitteilte. 2005 waren die Bruttowerbeinvestitionen um 5,3 Prozent gestiegen. Im Vorfeld der Fußball-WM hatten die Marktforscher ein Plus bis zu acht Prozent für möglich gehalten, die Prognose nach dem Turnier aber auf eine Spanne von fünf bis sechs Prozent gesenkt. Während einige Unternehmen massiv zur der WM warben, verzichteten andere gerade deswegen. Nielsen schrieb das Wachstum zwar teilweise den erhöhten Werbeaufwendungen vor der WM zu, wichtige Impulse hätten aber auch die konjunkturelle Belebung und die Werbeoffensive zum Jahresende mit Blick auf die Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar 2007 gegeben, so die Marktforscher.

Die höchsten Werbeumsätze verbuchte mit 8,3 Mrd. Euro (plus 3,1 Prozent) erneut die Fernsehwirtschaft. Die Werbeeinnahmen der Tageszeitungen legten um 6,3 Prozent auf 5,3 Mrd. Euro zu, Publikumszeitschriften verzeichneten bei einem Werbeumsatz von knapp 4,2 Mrd. Euro ein Wachstum von 7,2 Prozent. Prozentual am stärksten gewannen die Fachzeitschriften, sie legten um 9,2 Prozent auf rund 440 Mill. Euro zu. Die am stärksten werbetreibende Branche blieb der Handel, gefolgt vom Autoherstellern. Deutlich weniger gaben Telefon-, Reinigungsmittel- oder Bierhersteller für die Steigerung ihrer Bekanntheit aus.

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