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08.11.2014

09:50 Uhr

Schwere Vorwürfe

Zulieferer fühlt sich von Apple über den Tisch gezogen

Der insolvente Apple -Zulieferer GT Advanced Technologies wirft Apple eine "klassische Lockvogel-Strategie" vor: einmal gefangen, gebe es kein Entkommen. Der iPhone-Hersteller wehrt sich natürlich.

Der Apple-Konzern habe das insolvente Unternehmen GT über den Tisch gezogen, beklagen Vertreter der Firma. dpa

Der Apple-Konzern habe das insolvente Unternehmen GT über den Tisch gezogen, beklagen Vertreter der Firma.

San FranciscoGT hat sich vor einem US-Konkursgericht über aggressive Geschäftspraktiken des beklagt. Apple habe die ursprüngliche Vereinbarung mit dem Produzenten von Saphirglas später massiv zu dessen Ungunsten abgeändert, erklärte der Operative Vorstand von GT, Daniel Squiller, laut am Freitag veröffentlichten Unterlagen. Sein Unternehmen habe zu diesem Zeitpunkt keine Möglichkeit mehr gehabt, sich nach anderen Kunden umzuschauen. Apple wies die Vorwürfe in einem weiteren Schriftstück als "skandalös und diffamierend" zurück.

GT hatte Anfang Oktober überraschend Konkurs angemeldet. Eigentlich sollte die Firma Saphirglas exklusiv für den kalifornischen Konzern herstellen, der die Bauteile etwa für iPhones hätte verwenden können. Zwar haben sich die beiden Unternehmen inzwischen auf ein Ende ihrer Geschäftsbeziehung geeinigt und Vertraulichkeit vereinbart. Der für den GT-Konkurs zuständige Richter lehnte jedoch ihren Antrag ab, die Gerichtdokumente unter Verschluss zu halten. Apple hält allgemein geheim, wie die eigenen Produkte entstehen und woher die Bauteile kommen. Viele Zulieferer müssen Schweigeverpflichtungen unterschreiben.

Von

rtr

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