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19.01.2004

12:00 Uhr

Senderchef Rossmann startet Programmoffensive

N24 will Schwäche von N-TV nutzen

VonHans-Peter Siebenhaar

Der Kampf um informationshungrige Zuschauer wird härter. Der Berliner Nachrichtenkanal N24 – eine hundertprozentige Tochter von Pro Sieben Sat 1 – will N-TV überrunden.

Der Nachrichtensender N24 geht in die Offensive

Der Nachrichtensender N24 geht in die Offensive

HB BERLIN. „Wir sind bereits vier Jahre nach Gründung von N24 mit N-TV auf Augenhöhe, obwohl unser Konkurrent schon über 11 Jahre auf Sendung ist“, sagte der neue N24-Chef Torsten Rossmann dem Handelsblatt. Mit neuen Moderatoren, Sendungen und der redaktionellen Unterstützung des US-Wirtschaftssenders CNBC will N24 dem Konkurrenten die Marktführerschaft streitig machen. „Wir wollen von der Erholung der Börse profitieren und setzen neben Nachrichten verstärkt auf Wirtschaftsberichterstattung“, kündigt Rossmann an. Zudem will N24 künftig über die großen Brüder Sat 1 und Pro Sieben verstärkt für Sendungen sowie Moderatoren werben.

Die Offensive verunsichert N-TV, zur Hälfte in Besitz der beiden Mediengiganten Bertelsmann und Time Warner, vorerst nicht. „N-TV ist im Segment der Nachrichtensender einsam und allein. N24 ist kein wirklicher Nachrichtensender“, sagt Hans Mahr, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender von N-TV und RTL-Informationschef, in Anspielung auf das ausgedehnte Dokumentationsprogramm des Konkurrenten am Abend. Rossmann hingegen will die Schwäche des von Standortdiskussionen und Arbeitsplatzabbau geplagten Nachrichtenkanals N-TV nutzen. „Der Markt für Informationskanäle ist äußerst eng. Ob er auf lange Sicht wirklich für zwei Sender reicht, kann man bezweifeln“, sagt Rossmann, der zum Jahreswechsel die Geschäftsführung von N24 übernommen hat.

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