Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.08.2014

07:25 Uhr

Sieben Milliarden Euro

Telecom Italia bietet für Vivendi-Tochter

Das Bieterrennen um GVT geht weiter: Nach der Milliarden-Offerte von Telefonica, will Telecom Italia sieben Milliarden Euro für den Breitband-Provider bieten. Allerdings wird nun ein Gegengebot von Telefonica erwartet.

Eine Telefonzelle der Telecom Italia: Telefonica soll mit einem Angebot in Milliardenhöhe aus dem Rennen geschlagen werden. AFP

Eine Telefonzelle der Telecom Italia: Telefonica soll mit einem Angebot in Milliardenhöhe aus dem Rennen geschlagen werden.

Sao PaoloIm Bieterwettstreit um eine brasilianische Vivendi-Tochter will Telecom Italia einem Agenturbericht zufolge Telefonica mit einem Angebot in Höhe von bis zu sieben Milliarden Euro aus dem Rennen schlagen. Die Pläne sähen unter anderem vor, dass Vivendi einen 20-prozentigen Anteil an Telecom Italia erhalte, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Sonntag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die spanische O2-Mutter Telefonica hat Anfang des Monats 6,7 Milliarden Euro für den brasilianischen Breitband-Provider GVT geboten.

GVT ist in Brasilien der führende Anbieter schneller Internet-Verbindungen. Branchenexperten halten im Falle eines konkreten Vorstoßes durch Telecom Italia wiederum ein Gegengebot von Telefonica für wahrscheinlich. Telefonica hat bereits seit längerem ein Auge auf GVT geworfen.

Kleines Mobilfunk-Lexikon

GSM

GSM, kurz für „Global System for Mobile Communication“, war der erste digitale Mobilfunkstandard. In Deutschland wurde er in den 1990er Jahren eingeführt. Heute noch ist GSM in vielen Ländern in Betrieb, auch hierzulande. Dank der guten Versorgung scheint der Standard momentan unverzichtbar.

Edge

Edge, kurz für „Enhanced Data Rates for GSM Evolution“, ist eine Erweiterung des GSM-Standards, die eine Datenübertragung mit bis zu 384 Kilobit/Sekunde erlaubt. Nach heutigen Maßstäben ist das langsam. Dafür steht der Satz „Ich habe nur Edge“, den man etwa auf Bahnreisen oft hört.

UMTS

„Universal Mobile Telecommunications System“ ist der Mobilfunkstandard der dritten Generation. UMTS ist in Deutschland und großen Teilen der Welt verbreitet und ermöglicht schnelle Datenübertragungen. Nutzer in einer Funkzelle müssen sich allerdings die Bandbreite teilen – trotz Erweiterungen beginnen die Netze, zu verstopfen.

HSPA

„High Speed Packet Access“ macht UMTS schneller: Statt Übertragungsraten von 384 Kilobit/Sekunde sind mit HSPA bis 14,4 Megabit/Sekunde möglich, der Upload wird auf bis zu 5,76 Mbit/s beschleunigt.

HSPA+

Und es geht noch schneller: HSPA+ ermöglicht Downloads mit bis zu 21 Megabit/Sekunde. Wenn Netzbetreiber und Endgerät zwei Verbindungen gleichzeitig aufbauen können, wird diese Rate noch einmal verdoppelt.

LTE oder 4G

Der Mobilfunkstandard der vierten Generation heißt LTE, kurz für „Long Term Evolution“. Er beschleunigt die Datenübertragung auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde, die Weiterentwicklung Cat4 macht bis 150 Mbit/s möglich. 4G wird oft synonym für LTE benutzt.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×