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14.07.2016

18:15 Uhr

Sieg für Microsoft

US-Regierung verliert Datenschutz-Streit

Darf die US-Regierung auf Server von US-Firmen im Ausland zugreifen? Ein Bundesberufungsgericht in New York sagt nein – und gibt damit dem IT-Riesen Microsoft recht, der sich weigerte, E-Mails herauszugeben.

Microsoft weigerte sich, E-Mails an US-Behörden herauszugeben, die auf Servern in Irland gespeichert waren. Ein Gericht gab dem Konzern nun recht. AP

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Microsoft weigerte sich, E-Mails an US-Behörden herauszugeben, die auf Servern in Irland gespeichert waren. Ein Gericht gab dem Konzern nun recht.

New YorkDie US-Regierung hat einem amerikanischen Gericht zufolge kein Recht, auf die Server von US-Firmen im Ausland zuzugreifen. Ein Bundesberufungsgericht in New York kassierte am Donnerstag ein entsprechendes Urteil aus dem Jahr 2014. Die US-Behörden wollten im Rahmen von Ermittlungen in einem Drogenvergehen Microsoft dazu zwingen, auf einem Computer in Irland gespeicherte E-Mails herauszugeben. Richterin Susan Carney verwies nun darauf, dass die entsprechenden amerikanischen Gesetze sich nur auf innerhalb der USA gelagerte Daten bezögen. Gegen das erste Urteil hatte Microsoft Berufung eingelegt. Unterstützt wurde der Software-Hersteller von mehr als 100 anderen Unternehmen, darunter Erzrivale Apple.

Die Geschichte von Microsoft Windows

1975

Am 4. April gründen die Kindheitsfreunde Bill Gates und Paul Allen das Unternehmen.

1980

Microsoft bekommt von IBM den Auftrag, ein Betriebssystem für den geplanten Personal Computer zu liefern. Microsoft bietet ein zugekauftes Programm unter dem Namen MS-DOS an. Microsoft kann MS-DOS auch anderen Herstellern verkaufen, so legt es der Deal fest.

1985

Microsoft veröffentlicht das erste - quasi noch unbrauchbare - Windows, eine grafische Erweiterung für MS-DOS.

1987

Microsoft stellt Windows 2 vor. Apple wirft Microsoft Ideenklau vor und klagt vor Gericht. In dem komplizierten Rechtsstreit kann sich Microsoft fünf Jahre später endgültig durchsetzen.

1990

Windows 3.0 erhält eine komplett neue Oberfläche. Die Nachfolgeversion 3.11 (1994) gilt als die erste wirklich brauchbare Windows-Variante.

1993

Mit Windows NT stellt Microsoft ein 32-Bit-System für Workstations und Server vor.

1995

Windows 95 wird mit einem zuvor unüblichen Marketing-Aufwand auf den Markt gebracht.

1998

Windows 98 kommt als Weiterentwicklung von Windows 95 auf den Markt.

2000

Windows Me ist das letzte Betriebssystem, das auf MS-DOS aufsetzt. Diese Windows-Variante galt als besonders fehleranfällig.

2001

Im Oktober bringt Microsoft Windows XP heraus, sein langlebigstes Betriebssystem. XP setzt auf der Architektur der Windows-NT-Familie auf.

2007

Windows Vista verkauft sich zwar gut, ist aber bei Nutzern unter anderem wegen umständlicher Bedienung unbeliebt.

2009

Windows 7 soll die Schwächen von Vista ausbessern.

2012

Windows 8 verfügt über zwei unterschiedliche Benutzeroberflächen: eine Kacheloptik für Tablet Computer und ein herkömmlicher Windows-Desktop für PCs. Anwender vermissen den beliebten Start-Button. Ein Jahr später wird das System auf die Version 8.1 aktualisiert.

2015

Mit Windows 10 bietet Microsoft eine einheitliche technische Plattform für PCs, Tablet-Computer und Smartphones an. Das Start-Menü kehrt auf den PC zurück.

Von

rtr

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