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16.06.2012

17:44 Uhr

Silicon Valley

Das Eldorado der Gründer

VonAxel Postinett

Facebook, Google & Co. machten den Anfang: Heute lockt Silicon Valley Talente aus der ganzen Welt. Selbst die strikte Visa-Vergabe kann man umgehen - eine Gruppe lebt auf einem Schiff vor San Francisco

Ein Aufenthaltsbereich in der Facebook-Zentrale. AFP

Ein Aufenthaltsbereich in der Facebook-Zentrale.

San FranciscoAn manch sonnigen Vormittagen schwingt sich Frederik Fleck aufs Fahrrad. Dann fährt der Deutsche von seinem Haus im historischen Fort Mason, das den Eingang der Bucht von San Francisco bewacht, vorbei an den Restaurants der Fisherman's Wharf zu den gläsernen Fassaden der Hochhäuser im Financial District. Hier befindet sich das Büro von Richmond View Ventures, das junge Internet-Unternehmen finanziert und bei dem Fleck Partner ist. Seit zwei Jahren lebt der 35-Jährige in Kalifornien, investiert in Start-ups wie dem Online-Musikservice Simfy und gründet auch selbst. "Das hier", sagt er und meint San Francisco und das Silicon Valley, "ist wie Disneyland für Gründer."

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Im Norden Kaliforniens, zwischen San José und San Francisco, herrscht ein kreatives Klima wie sonst nirgendwo auf der Welt. In der Heimat von Google, Facebook, Apple und Co. werden die High-Tech-Trends von morgen erdacht. Um am Puls der Zeit zu sein, reist zum Beispiel die Führungsriege von Burda Digital aus München einmal jährlich an. Und der Springer-Verlag schickt im September Bild-Chefredakteur Kai Diekmann, Vermarktungschef Peter Würtenberger und Idealo-Chef Martin Sinner für ein halbes Jahr als Ideenscouts nach Kalifornien.

Denn entlang des Highways 101, der pulsierenden Lebensader des Valleys, schießen die Start-ups beinah wie Pilze aus dem Boden, viele von ihnen haben ausländische Chefs. Allen voran Inder, Taiwanesen und Chinesen, aber immer öfter auch Deutsche. Denn hier findet sich alles, um aus einer Idee rasch Realität werden zu lassen: Kapital, Fachleute und - am allerwichtigsten - engmaschige Netzwerke, um überhaupt an Entscheider und Geldgeber heranzukommen.

Wie schwierig das ist, weiß Luis Arbulu. Der frühere Google-Manager und Mitgründer des Start-up-Inkubators Hattery Labs in San Francisco sagt: "Du kannst hier jemandem 50 E-Mails mit deiner Unternehmensidee schicken und bekommst nie eine Antwort. Aber wenn dich hier jemand vorstellt, den der Wagniskapital-Manager kennt, dann liest er auch, was du ihm gibst."

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