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11.11.2013

23:16 Uhr

Sinkende Auflagen

Murdochs Anzeigengeschäfte brechen ein

Die Zeitungskrise erwischt Rupert Murdoch. Wegen sinkender Werbeeinnahmen verlor sein Medienkonzern News Corp im vergangenen Quartal drei Prozent des Umsatzes. Ohne seine Sportsender wäre es schlimmer gekommen.

Medienmogul Rupert Murdoch verliert Werbeeinnahmen. Reuters

Medienmogul Rupert Murdoch verliert Werbeeinnahmen.

New York Das Verlagsgeschäft von US-Medienmogul Rupert Murdoch leidet unter rückläufigen Anzeigeneinnahmen. Vor allem in Australien sei im ersten Geschäftsquartal weniger Geld durch Zeitungswerbung hereingekommen, berichtete die News Corp am Montag in New York. Zugleich schrumpften wegen sinkender Auflagen auch die Aboeinnahmen von Juli bis September, wenngleich nicht ganz so stark.

Insgesamt sank der Konzernumsatz um 3 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar (1,6 Mrd. Euro). Ohne die Einbeziehung der australischen Fox-Sportsender in die Geschäftszahlen des Unternehmens wäre der Rückgang noch weit dramatischer ausgefallen. Die Sparte gehörte im Vorjahreszeitraum noch nicht dazu.

Dank Einsparungen kam die News Corp aber aus den roten Zahlen. Statt eines Verlusts von unterm Strich 92 Millionen Dollar stand ein Gewinn von 27 Millionen Dollar.

Die größten Medienkonzerne der Welt (nach Umsatz 2012)

Comcast/NBC, LLC

48,7 Milliarden Euro

Google

39,1 Milliarden Euro

Walt Disney

32,9 Milliarden Euro

News Corp.

26,2 Milliarden Euro

Time Warner

22,4 Milliarden Euro

Viacom/CBS Corp.

22,4 Milliarden Euro

Sony Entertainment

16,8 Milliarden Euro

Bertelsmann

16,1 Milliarden Euro

Vivendi

13,3 Milliarden Euro

Dish Network Corp.

11,1 Milliarden Euro

Rang 11 bis 20

Cox Enterprises 10,6 Milliarden Euro

Thomson Reuters 10 Milliarden Euro

Rogers Comm. 9,7 Milliarden Euro

Liberty Media Corp. 9,4 Milliarden Euro

Reed Elsevier 7,5 Milliarden Euro

Pearson 7,5 Milliarden Euro

Lagardère Media 7,4 Milliarden Euro

Nippon Hoso Kyokai 6,4 Milliarden Euro

ARD 6,3 Milliarden Euro

Bloomberg 6,2 Milliarden Euro

Quelle: Unternehmen

Murdoch hatte sein Medienimperium aufgespalten und zwar in den Verlagszweig namens News Corp und in das größere Film- und Fernsehgeschäft namens 21st Century Fox (mit Ausnahme von Fox Sports Australia). Der Medienmogul ist bei beiden Firmen Hauptaktionär.

Die Geschäfte bei der News Corp führt allerdings Robert Thomson. Zu dem Verlag gehören unter anderem das „Wall Street Journal“, die britsche „Sun“ und „Times“ sowie der Buchverlag „Harper Collins“.

Von

dpa

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