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20.07.2015

17:45 Uhr

Skandal beim Elektronikkonzern

Toshiba muss Bilanzen korrigieren

Der Skandal um getürkte Bilanzen hat Konsequenzen: Der Elektronikkonzern Toshiba muss wegen geschönter Bücher die Bilanzen der vergangenen sechs Jahre ändern. Der entstandene Schaden ist allerdings nicht zu ersetzen.

Der Elekrtonikkonzern gerät zunehmend unter Druck. Reuters

Fußgänger vor einem Toshiba-Logo in Tokio

Der Elekrtonikkonzern gerät zunehmend unter Druck.

TokioDer japanische Mischkonzern Toshiba muss seine Bilanzen deutlich stärker korrigieren als gedacht. Das Unternehmen habe in den vergangenen sechs Jahren seinen Gewinn vor Steuern um mindestens 152 Milliarden Yen (1,1 Milliarden Euro) zu hoch ausgewiesen worden, wie eine interne Untersuchung ergab, die am Montag veröffentlicht wurde.

Dies ist beinahe dreimal soviel wie Toshiba ursprünglich angenommen hatte. Über die Höhe hatte bereits das „Wall Street Journal“ berichtet. Der Konzern, der diverse elektronische Produkte wie Computerchips oder Laptops herstellt, aber auch Atomkraftwerke baut, hatte im April erstmals Fehler in der Buchhaltung eingeräumt.

Damals hieß es noch, der Gewinn vor Steuern für die Jahre 2009 bis 2013 müsse voraussichtlich um insgesamt 55 Milliarden Yen nach unten korrigiert werden.

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Manager tricksten bei den Kosten, Wirtschaftsprüfer nickten falsche Angaben ab: Dem Elektronikkonzern Toshiba droht wegen geschönter Bücher eine beispiellose Rücktrittswelle. Der Skandal hat eine besondere Tragik.

In verschiedenen Presseberichten hieß es, dass sowohl Toshiba-Chef Hisao Tanaka als auch andere Manager in Kürze ihren Hut nehmen müssen. Der Kurs der Toshiba-Aktie hat ist in diesem Jahr bereits um 26 Prozent abgesackt. Damit gehört sie zu den am schlechtesten laufenden Papierem im Nikkei-225-Index.

Von

dpa

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