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29.07.2015

10:13 Uhr

Sky Deutschland

Fast 500.000 neue Abonnenten, aber immer noch Minus

Der Bezahlsender Sky Deutschland hat im abgelaufenen Geschäftsjahr viele neue Kunden gewonnen. Dennoch reicht es für den Pay-TV-Konzern hierzulande nicht zu schwarzen Zahlen.

Der Abosender macht weiter Verluste. dpa

Sky-Bundesligaübertragung

Der Abosender macht weiter Verluste.

MünchenSky Deutschland ist weiter auf dem Weg aus der Verlustzone – der Abosender hat seinen Verlust in dem Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 verringert. Die Zahl der Abonnenten sei um fast eine halbe Million auf 4,28 Millionen gewachsen, der Umsatz auf 1,8 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Unterföhring bei München mit.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern war mit minus 25 Millionen Euro deutlich besser als im Vorjahr, und auch unter dem Strich sah es mit einem Verlust von 77 Millionen Euro besser aus – im Vorjahr war das Loch noch etwa doppelt so groß gewesen. Die Verschuldung sank auf 390 Millionen Euro.

Die aus Leo Kirchs Sender „Premiere“ hervorgegangene Sky Deutschland AG gehört inzwischen komplett dem britischen Pay-TV-Konzern Sky. In Deutschland beschäftigt die AG 2600 Mitarbeiter.

Das Imperium des Rupert Murdoch

Geerbtes Unternehmen

Rupert Murdoch kam 1931 in Australien zur Welt. Das Unternehmertum liegt in der Familie: Sein Vater kaufte sich in die Zeitungskette News Limited ein, Sohn Rupert erbte sie 1952 – und baute sie zu einem Medienimperium aus, zu dem heute neben den Zeitungen in aller Herren Länder auch der Buchverlag Harper Collins, Internetbeteiligungen, Fernsehsender und mit „20th Century Fox“ ein legendäres Hollywood-Studio gehören.

Von der „Sun“ bis zum „Wall Street Journal“

Begonnen hat alles mit der Zeitung „The News“ aus dem australischen Adelaide, die der damals Anfang 20-jährige Rupert von seinem Vater übernahm. Später verleibte sich Murdoch in Großbritannien die renommierte Londoner „Times“ ein, außerdem das Massenblatt „Sun“. Die britische Sonntagszeitung „News of the World“ stampfte Murdoch nach einem Abhörskandal kurzerhand ein. Im Jahr 2007 landete Murdoch einen seiner größten Coups, indem er den US-Konzern Dow Jones übernahm, den Herausgeber Wirtschaftsblatts „Wall Street Journal“.

Fox-Fernsehsender

Flaggschiff des Konglomerats sind die amerikanischen Fox-Fernsehsender, die wegen ihrer konservativen Ausrichtung berühmt-berüchtigt sind. Hier ist aber auch die Heimat der Kultsendung „Die Simpsons“. Die gelbe Zeichentrick-Familie mit Oberhaupt Homer und der guten Seele Marge nimmt in vielen Folgen den Sender und seinen Patriarchen selbst auf die Schippe.

Auch in Deutschland aktiv

Murdoch hält die Mehrheit am Bezahlsender Sky, dem früheren Premiere. Sein Sohn James ist seit 2016 wieder Vorsitzender des Aufsichtsrates beim britischen Mutterkonzern.

Schiffbruch mit MySpace

Murdoch erkannte früh die Chancen des Internet und traute sich als einer der ersten großen Verleger, Geld für Nachrichten im Netz zu verlangen. Mit einem anderen Projekt erlitt er indes Schiffbruch: Das einstmals größte Online-Netzwerk MySpace ist nach dem Siegeszug von Facebook heute nur noch ein Schatten seiner selbst.

Aufspaltung in zwei Bereiche

2013 spaltete Murdoch sein Imperium in zwei Reiche auf: die profitable Filmsparte 21st Century Fox und das schwächelnde Verlagsgeschäft News Corp.

Von

dpa

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