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21.10.2015

15:07 Uhr

Sky

Pay-TV-Anbieter steigert Umsatz mit Breitband-Geschäft

Der Pay-TV-Konzern Sky hat dank neuer Abonnenten mehr Umsatz und Gewinn gemacht. Das liegt vor allem am britischen Breitband-Geschäft. In Deutschland schlugen die hohen Kosten für die Fußball-Übertragung zu Buche.

Der Abosender macht in Deutschland weiter Verluste. dpa

Sky-Bundesligaübertragung

Der Abosender macht in Deutschland weiter Verluste.

LondonDas britische Breitband-Geschäft entwickelt sich immer mehr zur Gewinnquelle für den Bezahlfernseh-Anbieter Sky. Weil aber auch die übrigen Angebote nachgefragt wurden, kamen im abgelaufenen Quartal bis Ende September 134.000 neue Kunden hinzu, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. „Wir haben einen starken Start ins Jahr hingelegt“, sagte Firmenchef Jeremy Darroch.

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2015/16 kletterten die Erlöse der Briten um sechs Prozent auf umgerechnet 3,8 Milliarden Euro. Der operative Gewinn schnellte um zehn Prozent auf gut 500 Millionen Euro nach oben – das ist mehr als von Reuters befragte Analysten erwartet hatten.

In Deutschland und Österreich schlugen dagegen die hohen Kosten für die Bundesliga- und Champions-League-Lizenzen zu Buche. Deswegen fiel hier ein Verlust von knapp elf Millionen Euro an, wie der Premiere-Nachfolger mitteilte. Der Umsatz legte um elf Prozent auf knapp 460 Millionen Euro zu.

Das Imperium des Rupert Murdoch

Geerbtes Unternehmen

Rupert Murdoch kam 1931 in Australien zur Welt. Das Unternehmertum liegt in der Familie: Sein Vater kaufte sich in die Zeitungskette News Limited ein, Sohn Rupert erbte sie 1952 – und baute sie zu einem Medienimperium aus, zu dem heute neben den Zeitungen in aller Herren Länder auch der Buchverlag Harper Collins, Internetbeteiligungen, Fernsehsender und mit „20th Century Fox“ ein legendäres Hollywood-Studio gehören.

Von der „Sun“ bis zum „Wall Street Journal“

Begonnen hat alles mit der Zeitung „The News“ aus dem australischen Adelaide, die der damals Anfang 20-jährige Rupert von seinem Vater übernahm. Später verleibte sich Murdoch in Großbritannien die renommierte Londoner „Times“ ein, außerdem das Massenblatt „Sun“. Die britische Sonntagszeitung „News of the World“ stampfte Murdoch nach einem Abhörskandal kurzerhand ein. Im Jahr 2007 landete Murdoch einen seiner größten Coups, indem er den US-Konzern Dow Jones übernahm, den Herausgeber Wirtschaftsblatts „Wall Street Journal“.

Fox-Fernsehsender

Flaggschiff des Konglomerats sind die amerikanischen Fox-Fernsehsender, die wegen ihrer konservativen Ausrichtung berühmt-berüchtigt sind. Hier ist aber auch die Heimat der Kultsendung „Die Simpsons“. Die gelbe Zeichentrick-Familie mit Oberhaupt Homer und der guten Seele Marge nimmt in vielen Folgen den Sender und seinen Patriarchen selbst auf die Schippe.

Auch in Deutschland aktiv

Murdoch hält die Mehrheit am Bezahlsender Sky, dem früheren Premiere. Sein Sohn James ist seit 2016 wieder Vorsitzender des Aufsichtsrates beim britischen Mutterkonzern.

Schiffbruch mit MySpace

Murdoch erkannte früh die Chancen des Internet und traute sich als einer der ersten großen Verleger, Geld für Nachrichten im Netz zu verlangen. Mit einem anderen Projekt erlitt er indes Schiffbruch: Das einstmals größte Online-Netzwerk MySpace ist nach dem Siegeszug von Facebook heute nur noch ein Schatten seiner selbst.

Aufspaltung in zwei Bereiche

2013 spaltete Murdoch sein Imperium in zwei Reiche auf: die profitable Filmsparte 21st Century Fox und das schwächelnde Verlagsgeschäft News Corp.

Sky gehört zum Imperium des Medienmoguls Rupert Murdoch, der seine Bezahlsender in Großbritannien und Irland, Deutschland und Österreich sowie Italien im vergangenen Jahr zum größten privaten Fernsehkonzern Europas gebündelt hatte. Die überwiegend werbefinanzierte RTL-Gruppe steht auf dem zweiten Platz.

Von

rtr

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