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29.08.2013

09:28 Uhr

Smartphone-Anbieter

Führender Android-Manager wechselt zu Xiaomi

Der Smartphone-Anbieter Xiaomi hat einen dicken Fisch ans Land gezogen: Hugo Barra, einer der führenden Android-Manager von Google, wechselt zu der Chinesischen Firma. Er soll das internationale Geschäft voranbringen.

Wechselt zum chinesischen Smartphone-Anbieter Xiaomi: Hugo Barra. Reuters

Wechselt zum chinesischen Smartphone-Anbieter Xiaomi: Hugo Barra.

BerlinEs ist ein weiteres Zeichen für den steilen Aufstieg chinesischer Smartphone-Anbieter: Die international noch wenig bekannte Firma Xiaomi hat einen der führenden Android-Manager von Google verpflichtet. Hugo Barra, der beim Internet-Konzern für das Android-Produktmanagement zuständig war, soll bei Xiaomi das internationale Geschäft voranbringen.

Barra bestätigte den Wechsel am Donnerstag in einem Eintrag beim Google-Netzwerk Google Plus. Er war zuletzt häufiger bei Vorstellungen von Geräten mit dem Google-Betriebssystem Android auf der Bühne zu sehen, zuletzt präsentierte er das Tablet Nexus 7. Sundar Pichai, der bei Google für Android, Chrome und die Google Apps verantwortlich ist, gratulierte Barra zu seinem „nächsten aufregenden Abenteuer“. „Wir werden ihn bei Google vermissen und sind aber davon begeistert, dass er Android verbunden bleibt.“ Die meisten Geräte von Xiaomi laufen mit dem Google-System.

Der globale Smartphone-Markt

Gesamtmarkt

Der Smartphone-Markt wuchs 2013 rasant: Die Hersteller setzten laut dem Marktforscher Gartner 968 Millionen Geräte ab, ein Plus von 42,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt verkauften die Unternehmen 1,8 Milliarden Mobiltelefone, also erstmals mehr Smartphones als einfache Handys.

Samsung

Nach Stückzahlen ist inzwischen Samsung die unangefochtene Nummer eins unter den Smartphone-Herstellern. Die Südkoreaner verkauften im vergangenen Jahr nach Schätzungen der Marktforschungsfirma Gartner 300 Millionen Computer-Handys. Damit kam fast jedes dritte weltweit verkaufte Smartphone von Samsung, wobei der Marktanteil leicht sank. Insgesamt setzte der Konzern 444 Millionen Handys ab.

Apple

Apple war 2013 mit knapp 151 Millionen verkauften iPhones die Nummer zwei im Smartphone-Markt, der Marktanteil rutschte jedoch auf 15,6 Prozent ab.

LG

Fast gleichauf mit Huawei war LG Electronics. Der südkoreanische Hersteller verkaufte rund 46 Millionen Smartphones und verdoppelte fast damit den Absatz, der Markanteil liegt nun bei 4,8 Prozent. Einschließlich einfacher Mobiltelefone verkaufte LG 69 Millionen Geräte (3,8 Prozent Marktanteil).

Lenovo

Lenovo ist bislang vom chinesischen Heimatmarkt abhängig. Der Konzern verkaufte 2013 knapp 44 Millionen Smartphones (4,5 Prozent Marktanteil). Mit der Übernahme von Motorola dürfte der Konzern aber den Absatz künftig deutlich steigern.

ZTE

ZTE verkaufte im zweiten Quartal 10,1 Millionen Smartphones, ein deutliches Plus von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Marktanteil liegt bei 4,2 Prozent. Insgesamt setzte der chinesische Hersteller 15,3 Millionen Handys ab.

Nokia

Nokia war 2013 mit 250 Millionen Geräten und 13,9 Prozent Marktanteil immer noch der zweitgrößte Handyhersteller, verlor aber weiter an Boden. Im lukrativen Smartphone-Markt läuft das Unternehmen unter „ferner liefen“. Die Gerätesparte übernimmt Microsoft.

Sonstige

Viele Unternehmen mit klangvollen Namen haben derzeit weniger als 4 Prozent Marktanteil, darunter Sony, HTC und Blackberry.

Das Smartphone-Geschäft in China – dem weltgrößten Handy-Markt – wird von einheimischen Anbietern dominiert. Unternehmen wie ZTE, Huawei und Lenovo gehören damit zu den weltweit führenden Smartphone-Anbietern und expandieren auch international. Xiaomi war 2010 gegründet worden und sorgte mit günstigen High-End-Geräten für Aufsehen.

Von

dpa

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