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23.06.2015

15:27 Uhr

Smartphone-Hersteller

Blackberry hält sich in den schwarzen Zahlen

Dank guter Software-Geschäfte hat der Smartphone-Hersteller Blackberry seinen Umsatzschwund gestoppt. Der Konzern bleibt weiter in den schwarzen Zahlen. Doch der Absatz der Blackberry-Geräte schrumpft weiter.

Der Smartphone-Hersteller hält sich weiter in den schwarzen Zahlen. Im vergangenen Quartal sank der Absatz von Telefonen allerdings um 500.000 Stück auf jetzt 1,1 Millionen Geräte. Reuters

Smartphone der Firma Blackberry

Der Smartphone-Hersteller hält sich weiter in den schwarzen Zahlen. Im vergangenen Quartal sank der Absatz von Telefonen allerdings um 500.000 Stück auf jetzt 1,1 Millionen Geräte.

WaterlooDer Smartphone-Pionier Blackberry hat den Umsatzschwund gestoppt und hält sich in den schwarzen Zahlen. Im vergangenen Quartal gab es einen Gewinn von 68 Millionen US-Dollar, wie das kanadische Unternehmen am Dienstag mitteilte. Es war das zweite positive Quartalsergebnis in Folge. Der Umsatz in dem Ende Mai abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal fiel im Jahresvergleich zwar wieder um fast ein Drittel auf 658 Millionen Dollar. Allerdings blieb er im Vergleich zum vorherigen Vierteljahr stabil.

Dagegen schrumpft der Absatz der Blackberry-Telefone trotz der Markteinführung neuer Modelle weiter. Im vergangenen Quartal verbuchte Blackberry 1,1 Millionen verkaufte Smartphones. Das bedeutet einen Anteil von gerade einmal 0,3 Prozent am Smartphone-Markt. Noch drei Monate zuvor waren es 1,6 Millionen Geräte gewesen. Immerhin stieg der durchschnittliche Preis eines Blackberry-Telefons in dieser Zeit von 211 auf 240 Dollar. Vor zwei Jahren hatte der Konzern in dem Quartal bis Ende Mai 2013 fast sieben Millionen Smartphones verkauft.

Blackberry Leap in aller Kürze

Was ist es?

Das neue Blackberry-Gerät ohne physische Tastatur.

Was sagt die Werbung?

„Leistung für den Erfolg“

Was ist gelungen?

Die Software – Blackberry hat einige clevere Anwendungen entwickelt, die das Unterwegs-Arbeiten erleichtern sollen. Der Akku ist ausdauernd.

Was ist nicht so gelungen?

Die Hardware – sie ist nicht unbedingt zeitgemäß, mit einem empfohlenen Preis von 290 Euro allerdings auch nicht sehr teuer. Zudem ist das Gerät recht klobig.

Ist das Gerät empfehlenswert?

Bedingt. Wer die Blackberry-Software günstig bekommen möchte, ist richtig bedient. Zu ähnlichen Preisen gibt es aber durchaus schickere und bessere Hardware.

Blackberry hatte den Beginn der Smartphone-Ära geprägt, dann aber den Anschluss an Apple mit seinem iPhone sowie Hersteller von Geräten mit dem Google-System Android verloren. Konzernchef John Chen setzt für die Zukunft auf Unternehmenskunden und das Geschäft mit Software und Dienstleistungen. Die Smartphone-Sparte soll profitabel werden, auch durch niedrigere Investitionen. Zum Teil seien Ressourcen bereits in die neuen Zukunftsbereiche verlagert worden, sagte er in einer Telefonkonferenz mit Analysten.

Blackberry hat seine Software zur Verwaltung von Smartphones in Unternehmen auch für Telefone andere Anbieter geöffnet. Außerdem kaufte Chen den deutschen Verschlüsselungsspezialisten Secusmart, der unter anderem Handy-Gespräche der Bundesregierung absichert.

Smartphones machten im vergangenen Quartal noch 40 Prozent des Blackberry-Geschäfts aus. Dienstleistungen liegen bei 38 Prozent und Software bringt gut ein Fünftel der Einnahmen.

Chen will Blackberry auch ins Geschäft mit der Digitalisierung des Gesundheitswesens und der Technik-Vernetzung im sogenannten „Internet der Dinge“ bringen. Unter anderem habe der Konzern in Großbritannien einen Deal bei vernetzten Stromzählern abgeschlossen.

Von

dpa

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