Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.01.2013

11:53 Uhr

Smartphone-Hersteller

HTC hofft nach Gewinneinbruch auf neues Modell

Der Gewinn des taiwanischen Smartphone-Herstellers HTC ist erneut eingebrochen, innerhalb eines Jahres von 291 auf 26 Millionen Euro. Helfen soll nun ein neues Modell. Branchenexperten sind jedoch skeptisch.

Präsentation des HTC „J Butterfly“: Der Smartphone-Hersteller gerät zunehmend unter Druck. AFP

Präsentation des HTC „J Butterfly“: Der Smartphone-Hersteller gerät zunehmend unter Druck.

Die mächtigen Rivalen Apple und Samsung setzen dem taiwanischen Smartphone-Hersteller HTC immer stärker zu. Der weltweite Branchenfünfte gab am Montag einen überraschend deutlichen Gewinneinbruch im vierten Quartal bekannt. Der Überschuss rutschte nach vorläufigen Angaben auf umgerechnet 26 Millionen Euro ab, während Analysten im Schnitt mit 39 Millionen gerechnet hatten. Im Vorquartal waren es noch 103 Millionen Euro gewesen, im Vorjahreszeitraum sogar 291 Millionen Euro. Der Umsatz im Schlussvierteljahr 2012 sank auf umgerechnet 1,59 (Vorquartal: 1,86) Milliarden Euro und lag damit im Rahmen der Management-Prognose vom Oktober.

Helfen soll nun ein neues Vorzeigemodell unter dem Arbeitstitel „M7“, dessen Markteinführung für das Frühjahr erwartet wird. Doch Branchenexperten sind skeptisch. Dass das neue HTC-Smartphone vor Samsungs Galaxy S4 starten dürfte, könne ihm zwar für ein bis zwei Monate Absatzvorteile verschaffen, sagte Birdy Lu von Daiwa Capital Markets. „Aber langfristig ist es schwer, Samsungs Handys zu schlagen.“ Das Galaxy S4 wird für April erwartet.

Die größten Handyhersteller

Markt im Wandel

Der Handy-Markt ist im Umbruch: Smartphones verdrängen einfache Mobiltelefone, Samsung gelingt es am besten, sich auf diesen Trend einzustellen. Dagegen kommt kein anderer an – weder Nokia, die einstige Nummer 1, noch Apple mit seinem iPhone.

Samsung

Samsung ist inzwischen mit deutlichem Abstand die Nummer 1: Der südkoreanische Hersteller verkaufte im dritten Quartal 2012 knapp 98 Millionen Geräte, wie der Marktforscher Gartner berichtet. Das entspricht einem Marktanteil von 22,9 Prozent. Auch im lukrativen Smartphone-Markt ist der Konzern gut aufgestellt, er setzte 55 Millionen Geräte ab.

Nokia

Der einstige Weltmarktführer Nokia lässt Federn. Im dritten Quartal 2012 verkaufte er nur noch 82 Millionen Handys (19,2 Prozent Marktanteil). Im Vorjahreszeitraum waren es noch mehr als 105 Millionen Geräte. Darunter waren laut Gartner aber nur 7,2 Millionen Smartphones, die deutlich mehr abwerfen als die Günstig-Handys.

Apple

Apple verkaufte im dritten Quartal 23,6 Millionen Smartphones, ein deutlicher Zuwachs von mehr als 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im Handymarkt hält Apple 5,5 Prozent Marktanteil, im lukrativen Smartphone-Markt sogar 13,9 Prozent.

Research in Motion

Der Blackberry-Hersteller Research in Motion steckt ebenso wie Nokia tief in der Krise. Die Kanadier setzten im dritten Quartal 2012 rund 9 Millionen ihrer E-Mail-Maschinen ab, rund ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Marktanteil bei den Handys ist auf 2,1 Prozent geschrumpft, bei den Smartphones sind es immerhin noch 5,3 Prozent.

Sonstige

Der Handymarkt ist schwer umkämpft, Traditionsunternehmen wie Aufsteiger buhlen um die Gunst der Käufer. Der chinesische Hersteller ZTE verkaufte im dritten Quartal 16,7 Millionen Geräte (3,9 Prozent Marktanteil), Huawei 12 Millionen Handys (2,8 Prozent). LG wurde 14 Millionen Geräte los (3,3 Prozent), die Google-Tochter Motorola 8,6 Millionen (2 Prozent), dicht gefolgt von HTC mit 8,4 Millionen.

Von

rtr

/ Taipeh

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×