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13.08.2015

16:11 Uhr

Smartphone-Hersteller

HTC spart Stellen ein

Der Smartphone-Markt wird dominiert von zwei Giganten: Apple und Samsung. Der taiwanische Hersteller HTC will sich darum breiter aufstellen. Sinkende Verkäufe machen dem Konzern zu schaffen. Die Lösung: Stellenabbau.

Sinkende Smartphone-Verkäufe sollen durch Stellenabbau ausgeglichen werden. Reuters

HTC

Sinkende Smartphone-Verkäufe sollen durch Stellenabbau ausgeglichen werden.

TaipehDer mit Absatzproblemen kämpfende Smartphone-Anbieter HTC will seine Kosten durch einen Stellenabbau drücken. Rund 15 Prozent der Arbeitsplätze sollen wegfallen, wie das Unternehmen aus Taiwan am Donnerstag ankündigte. Damit dürften laut Medienberichten rund 2250 Mitarbeiter ihre Jobs verlieren. HTC will dadurch die Betriebskosten um 35 Prozent senken.

Der Anteil von HTC am Smartphone-Markt war laut Analysefirmen unter zwei Prozent gerutscht. Im vergangenen Quartal gab es tiefrote Zahlen von acht Milliarden Taiwan-Dollar (rund 224 Millionen Euro).

Der einstige Smartphone-Vorreiter versucht deshalb, sich unabhängiger vom Geschäft mit Computer-Handys zu machen, in dem vor allem Samsung und Apple erfolgreich sind. In Arbeit ist unter anderem eine 3D-Brille, mit der man in virtuelle Welten eintauchen kann. Außerdem nimmt HTC das Geschäft mit Actions-Kameras und Fitness-Geräten ins Visier.

Smartphone-Markt im Wandel

Samsung weniger dominant

Samsung ist der mit Abstand größte Hersteller von Smartphones, doch die Dominanz bröckelt. Im dritten Quartal 2014 verkaufte der südkoreanische Konzern 78,1 Millionen Smartphones und damit deutlich weniger als ein Jahr zuvor, als er 85 Millionen Geräte absetzte. Der Marktanteil sank von 32,5 auf 23,8 Prozent, wie der Marktforscher IDC ermittelt hat. Wegen niedrigerer Verkaufspreise sinkt auch der Profit.

Apple setzt auf Premium

Apple hält seinen Marktanteil mit 12 Prozent weitgehend stabil. Der Absatz stieg deutlich auf 39,3 Millionen Geräte, wozu die neuen Modelle iPhone 6 und iPhone 6 Plus einen deutlichen Beitrag leisteten. Weil der Konzern Premiumpreise verlangt, arbeitet er mit Margen, um die ihn die Konkurrenten beneidenk.

Xiaomi holt rasant auf

Im Westen ist Xiaomi kaum bekannt, doch in China ist der Smartphone-Hersteller äußerst populär. Dank dreistelliger Wachstumsraten ist das Unternehmen nun mit einem Marktanteil von 5,3 Prozent drittgrößer Hersteller. Im dritten Quartal verkaufte er 17,3 Millionen Handys, wozu vor allem das Highend-Gerät Mi4 beitrug. Die spannende Frage: Kann Xiaomi auch im Westen Fuß fassen?

Lenovo wächst mit Motorola

Lenovo hat sich als PC-Hersteller einen Namen gemacht, drängt aber auch in den wachsenden Smartphone-Markt. Im dritten Quartal 2014 verkaufte der Konzern 16,9 Millionen Geräte, vor allem in Asien, dem Nahen Osten und Afrika. Der Marktanteil betrug 5,2 Prozent. Mit der Übernahme von Motorola dürfte der Konzern weiter wachsen.

LG legt deutlich zu

Der koreanische Hersteller LG verkauft viele günstige Geräte, ist mit dem G3 aber auch im Premiumsegment vertreten. Im dritten Quartal verkaufte er laut IDC 16,8 Millionen Geräte und sicherte sich damit 5,1 Prozent des Smartphone-Marktes. Das Resultat: LG konnte zuletzt auch den Gewinn deutlich steigern.

Große Namen, kleiner Marktanteil

Jenseits der Top 5 finden sich viele bekannte Namen: Sony und Blackberry etwa, aber auch Microsoft als Käufer der Nokia-Gerätesparte. Auch der chinesische Hersteller Huawei zählt dazu. 48,6 Prozent des Marktes fallen in diese Sammelkategorie, die IDC nicht weiter aufschlüsselt.

Von

dpa

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