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05.11.2013

13:59 Uhr

Smartphone-Hersteller

HTC verschärft Sparkurs

Der Smartphone-Hersteller HTC ist erstmals in die Verlustzone gerutscht. Nun verschärft der Konzern seinen Sparkurs: HTC will sich künftig stärker auf den Verkauf von günstigeren Modellen konzentrieren.

Der Aktienkurs von HTC befindet sich auf dem niedrigsten Niveau seit 2005. Reuters

Der Aktienkurs von HTC befindet sich auf dem niedrigsten Niveau seit 2005.

TaipehDer taiwanische Smartphone-Hersteller HTC reagiert mit einer Verschärfung seines Sparkurses auf den harten Konkurrenzkampf mit Apple und Samsung. Die Ausgaben würden im laufenden vierten Quartal um rund ein Viertel gesenkt, teilte der Konzern am Dienstag ohne Angabe von bestimmten Sparschritten mit. Angesichts des stagnierenden Wachstums auf dem Markt für besonders teure Smartphones will sich HTC künftig stärker auf den Verkauf von günstigeren Modellen konzentrieren. Bisher hatten sich die Taiwaner auf Luxusgeräte wie das preisgekrönte Flaggschiff-Modelle HTC One fokussiert, die sie vor allem in China bewarben.

Zuletzt warnte Branchenprimus Samsung davor, dass angesichts des zunehmenden Wettbewerbs die Smartphone-Verkäufe wohl auch im wichtigen Weihnachtsgeschäft nicht mehr so stark zulegen wie gewohnt. Kurzfristig rechnet nun auch HTC nicht damit, dass sich die neue Ausrichtung auf günstigere Modelle auszahlt. Fürs Schlussquartal geht der Konzern von einem Umsatzeinbruch um bis zu 15 Prozent zum Vorquartal aus und nur einem minimalen Gewinn.

Fakten zur Smartphone-Sucht

1

1 mal pro Stunde checken Erwachsene ihr Handy. Erst checken, dann strecken: Jeder dritte Handy-Besitzer blickt nach dem Aufwachen als Erstes aufs Display, jeder zweite sagt als letzte Amtshandlung vor dem Einschlafen seinem Handy „Gute Nacht.“

(Quelle: Anitra Eggler, „Facebook macht blöd, blind und erfolglos.“)

3417

3417 Textnachrichten erhält ein amerikanischer Teenager zwischen 13 und 17 Jahren im Monat. Das sind bei einem 16-Stunden-Tag sieben bis acht Nachrichten pro Stunde.

68 Prozent

68 Prozent aller Handy-Besitzer leiden unter eingebildetem Vibrationsalarm. Sie erleben dieses Phänomen einmal pro Woche.

4,8 Milliarden

4,8 Milliarden Menschen besitzen ein Handy, hingegen nur 4,2 Milliarden eine Zahnbürste. Tendenz steigend: Täglich werden mehr Smartphones verkauft als Babys geboren.

20 Prozent

20 Prozent greifen nach dem Sex sofort zum Handy, hingegen nur noch 10 Prozent zur Zigarette danach.

60 Prozent

60 Prozent der britischen Jugendlichen können sich ein Leben ohne Handy nicht mehr vorstellen und bezeichnen sich selbst als „hochgradig abhängig“. Bei den Erwachsenen sind es nur 37 Prozent – lügen die?

1 von 10

1 von 10 Handynutzern weiß nicht, wo der Ausknopf ist.

1 von 10 greift beim Gottesdienst zum Handy.

1 von 10 nutzt sein Handy während des Sex.

2 von 10

2 von 10 schalten ihr Handy nie aus.

2 von 10 tippen beim Autofahren - das wirkt wie bei 0,8 Promille.

3 von 10

3 von 10 Teens machen per SMS Schluss.

4 von 10

4 von 10 gehen nicht ohne Handy aufs Klo.

5 von 10

5 von 10 nutzen ihr Handy im Bett.

6 von 10

6 von 10 schlafen mit dem Handy - auf dem Nachttisch.

7 von 10

7 von 10 verzichten lieber auf Alkohol als auf ihr Smartphone.

Im dritten Quartal war HTC erstmals in die Verlustzone gerutscht. Der Marktanteil brach nach Informationen der Gartner-Marktforscher von einem Hoch von rund zehn Prozent vor zwei Jahren auf jüngst 2,6 Prozent ein. Diese Situation ließ zuletzt immer wieder Fusionsgerüchte hochkochen. Kreisen zufolge hat HTC längst seine Produktion zurückgefahren, Werke geschlossen und einen Teil der Herstellung ausgelagert. Der Aktienkurs befindet sich auf dem niedrigsten Niveau seit 2005 und damit einem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen noch gar keine Handys unter dem Markennamen HTC auf dem Markt hatte.

Von

rtr

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