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27.09.2013

14:35 Uhr

Smartphone-Hersteller

Keine Beats mehr für HTC

HTC und Beats Audio beenden ihre Zusammenarbeit. Der Kopfhörer-Spezialist kauf den HTC-Anteil von rund 25 Prozent wieder zurück. HTC kämpft weiterhin mit Absatzproblemen, bei Beats steigt nun ein Finanzinvestor ein.

Die bunten Beats-Ohrhörer konnten die Absatzprobleme des Smartphone-Herstellers HTC nicht beheben. dpa - picture-alliance

Die bunten Beats-Ohrhörer konnten die Absatzprobleme des Smartphone-Herstellers HTC nicht beheben.

New YorkDer Smartphone-Hersteller HTC und der Kopfhörer-Spezialist Beats Audio gehen nach Jahren einer holperigen Partnerschaft wieder getrennte Wege. Beats kauft den HTC-Anteil von zuletzt rund 25 Prozent wieder zurück, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. HTC hatte 2011 ursprünglich sogar für rund 300 Millionen Dollar die Mehrheit von 50,1 Prozent an der Marke mit dem markanten roten „b“ auf den Kopfhörern gekauft. Knapp ein Jahr später holte sich Beats aber bereits die Hälfte davon für 150 Millionen Dollar wieder zurück. Jetzt bekam HTC 265 Millionen Dollar für den Rest.

HTC liefert seine Smartphones mit Beats-Ohrhörern aus. Die Hoffnung war, dass dies die Geräte vor allem für jüngere Nutzern attraktiver machen könnte – HTC kämpfte zuletzt aber nach wie vor mit Absatzproblemen, obwohl die Smartphones von HTC in Testberichten durchweg gute Noten bekamen.

Der globale Smartphone-Markt

Gesamtmarkt

Der Smartphone-Markt wuchs 2013 rasant: Die Hersteller setzten laut dem Marktforscher Gartner 968 Millionen Geräte ab, ein Plus von 42,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt verkauften die Unternehmen 1,8 Milliarden Mobiltelefone, also erstmals mehr Smartphones als einfache Handys.

Samsung

Nach Stückzahlen ist inzwischen Samsung die unangefochtene Nummer eins unter den Smartphone-Herstellern. Die Südkoreaner verkauften im vergangenen Jahr nach Schätzungen der Marktforschungsfirma Gartner 300 Millionen Computer-Handys. Damit kam fast jedes dritte weltweit verkaufte Smartphone von Samsung, wobei der Marktanteil leicht sank. Insgesamt setzte der Konzern 444 Millionen Handys ab.

Apple

Apple war 2013 mit knapp 151 Millionen verkauften iPhones die Nummer zwei im Smartphone-Markt, der Marktanteil rutschte jedoch auf 15,6 Prozent ab.

LG

Fast gleichauf mit Huawei war LG Electronics. Der südkoreanische Hersteller verkaufte rund 46 Millionen Smartphones und verdoppelte fast damit den Absatz, der Markanteil liegt nun bei 4,8 Prozent. Einschließlich einfacher Mobiltelefone verkaufte LG 69 Millionen Geräte (3,8 Prozent Marktanteil).

Lenovo

Lenovo ist bislang vom chinesischen Heimatmarkt abhängig. Der Konzern verkaufte 2013 knapp 44 Millionen Smartphones (4,5 Prozent Marktanteil). Mit der Übernahme von Motorola dürfte der Konzern aber den Absatz künftig deutlich steigern.

ZTE

ZTE verkaufte im zweiten Quartal 10,1 Millionen Smartphones, ein deutliches Plus von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Marktanteil liegt bei 4,2 Prozent. Insgesamt setzte der chinesische Hersteller 15,3 Millionen Handys ab.

Nokia

Nokia war 2013 mit 250 Millionen Geräten und 13,9 Prozent Marktanteil immer noch der zweitgrößte Handyhersteller, verlor aber weiter an Boden. Im lukrativen Smartphone-Markt läuft das Unternehmen unter „ferner liefen“. Die Gerätesparte übernimmt Microsoft.

Sonstige

Viele Unternehmen mit klangvollen Namen haben derzeit weniger als 4 Prozent Marktanteil, darunter Sony, HTC und Blackberry.

Beats, gegründet vom Musikunternehmer Jimmy Iovine und dem Rap-Produzenten Dr. Dre, hat sich zu einer führenden Marke im Geschäft mit Kopfhörern entwickelt. Das Geschäft soll jetzt auf weitere Unterhaltungselektronik ausgeweitet werden. Ebenfalls am Freitag gab Beats den Einstieg des Finanzinvestors Carlyle bekannt. Nach Informationen der „New York Times“ bekommt Carlyle für 500 Millionen Dollar nahezu die Hälfte der Anteile: Das gesamte Unternehmen sei bei dem Geschäft mit über einer Milliarde Dollar bewertet worden, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Von

dpa

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