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30.10.2016

11:47 Uhr

Smartphone Pixel

Wie Google in die iPhone-Liga vorstößt

Das erste echte Google-Smartphone erinnert stark an das iPhone. Doch ein Blick auf Produktionskosten und Marge zeigt, dass Google nicht nur auf die Kundschaft von Apple, sondern auch auf die Profite des Rivalen zielt.

Eine der Schlüsseleigenschaften des ersten echten Google-Smartphones ist das Kamerasystem. AFP; Files; Francois Guillot

Smartphone Pixel XL

Eine der Schlüsseleigenschaften des ersten echten Google-Smartphones ist das Kamerasystem.

Das neue Google-Smartphone Pixel hat die Form, den Preis und einige Eigenschaften des iPhone von Apple. Was jedoch für Investoren wichtiger ist: Auch die Margen sind ähnlich.

Das Pixel XL mit 32 Gigabytes an Speicherplatz kommt unter Berücksichtigung von Bauteilen und Fertigung auf Produktionskosten von 285,75 Dollar (261,92 Euro), zeigt eine Analyse von IHS. Angesichts eines Verkaufspreises von 769 Dollar in den USA bedeutet dies, dass die Margen bei diesem Modell bei rund 483,25 Dollar je Gerät liegen – ohne Kosten, die von IHS nicht berücksichtigt wurden. Der Analyse-Firma zufolge ist das mehr als der Gewinn, den Apple mit seinem 32 GB iPhone 7, das einen kleineren Bildschirm hat, erzielt.

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Die Marge beim ersten echten Smartphone von Google legt den Schluss nahe, dass es das Unternehmen aus Mountain View nicht nur auf die Kundschaft von Apple abgesehen hat, sondern auch auf die Profite des Konkurrenten. Das Pixel-Handy ist der Startpunkt einer ganzen Reihe von neuen Produkten des Google-Mutterkonzerns Alphabet, sagt Rick Osterloh, der zuständige Senior Vice President für Hardware.

Die Margen deuten zudem an, dass „Google dieselben Preise für dieselben Komponenten bekommt wie andere Top-Hersteller von Telefonen“, erklärt Andrew Rassweiler, Senior Director bei IHS Markit. „Sie haben so viel Zugwirkung wie die anderen großen Akteure.“

Gesichert ist das aber nicht unbedingt. Apple kann Komponenten in massiven Stückzahlen bestellen und sich somit die niedrigsten Preise sichern. Google kann dagegen nicht dasselbe Volumen-Versprechen gegenüber Zulieferern abgeben. Doch die neuen Hardware-Manager des Unternehmens haben sich nach eigenen Angaben das Ziel gesetzt, in der Zukunft ein solches Gewicht zu entwickeln.

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