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24.11.2013

16:28 Uhr

Smartphones

Apple bekommt in Deutschland neue Konkurrenz

ExklusivMehr Konkurrenz für Apple und Nokia in Deutschland: Lenovo, der drittgrößte Smartphone-Anbieter weltweit, will seine internetfähigen Telefone auch hierzulande anbieten. Doch bis zum Verkaufsstart ist noch einiges zu tun.

Das Rennen der Smartphone-Hersteller: Nokia, Samsung und Apple bekommen auf dem deutschen Markt einen neuen Konkurrenten. Reuters

Das Rennen der Smartphone-Hersteller: Nokia, Samsung und Apple bekommen auf dem deutschen Markt einen neuen Konkurrenten.

Lange hat der chinesische Computerproduzent Lenovo gezögert. Doch nun steht fest: Der größte PC-Hersteller der Welt steigt ins Smartphone-Business in Deutschland ein. „Im nächsten Geschäftsjahr gehen wir hierzulande an den Start“, sagte Deutschland-Chef Stefan Engel dem Handelsblatt (Montagausgabe).

Die etablierten Smartphone-Anbieter bekommen damit einen ernsthaften Konkurrenten. Denn Lenovo ist in den vergangenen Jahren zum drittgrößten Anbieter der internetfähigen Mobiltelefone weltweit aufgestiegen. Dabei verkauft der Konzern die Geräte bisher nur im Heimatmarkt China und in einigen Schwellenländern wie Indonesien oder Russland.

Der globale Smartphone-Markt

Gesamtmarkt

Der Smartphone-Markt wuchs 2013 rasant: Die Hersteller setzten laut dem Marktforscher Gartner 968 Millionen Geräte ab, ein Plus von 42,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt verkauften die Unternehmen 1,8 Milliarden Mobiltelefone, also erstmals mehr Smartphones als einfache Handys.

Samsung

Nach Stückzahlen ist inzwischen Samsung die unangefochtene Nummer eins unter den Smartphone-Herstellern. Die Südkoreaner verkauften im vergangenen Jahr nach Schätzungen der Marktforschungsfirma Gartner 300 Millionen Computer-Handys. Damit kam fast jedes dritte weltweit verkaufte Smartphone von Samsung, wobei der Marktanteil leicht sank. Insgesamt setzte der Konzern 444 Millionen Handys ab.

Apple

Apple war 2013 mit knapp 151 Millionen verkauften iPhones die Nummer zwei im Smartphone-Markt, der Marktanteil rutschte jedoch auf 15,6 Prozent ab.

LG

Fast gleichauf mit Huawei war LG Electronics. Der südkoreanische Hersteller verkaufte rund 46 Millionen Smartphones und verdoppelte fast damit den Absatz, der Markanteil liegt nun bei 4,8 Prozent. Einschließlich einfacher Mobiltelefone verkaufte LG 69 Millionen Geräte (3,8 Prozent Marktanteil).

Lenovo

Lenovo ist bislang vom chinesischen Heimatmarkt abhängig. Der Konzern verkaufte 2013 knapp 44 Millionen Smartphones (4,5 Prozent Marktanteil). Mit der Übernahme von Motorola dürfte der Konzern aber den Absatz künftig deutlich steigern.

ZTE

ZTE verkaufte im zweiten Quartal 10,1 Millionen Smartphones, ein deutliches Plus von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Marktanteil liegt bei 4,2 Prozent. Insgesamt setzte der chinesische Hersteller 15,3 Millionen Handys ab.

Nokia

Nokia war 2013 mit 250 Millionen Geräten und 13,9 Prozent Marktanteil immer noch der zweitgrößte Handyhersteller, verlor aber weiter an Boden. Im lukrativen Smartphone-Markt läuft das Unternehmen unter „ferner liefen“. Die Gerätesparte übernimmt Microsoft.

Sonstige

Viele Unternehmen mit klangvollen Namen haben derzeit weniger als 4 Prozent Marktanteil, darunter Sony, HTC und Blackberry.

Es hat seinen Grund, dass Lenovo erst nächstes Geschäftsjahr, das Anfang April beginnt, in Deutschland startet. Die Chinesen haben es bisher verpasst, einen Vertrieb für das neue Geschäftsfeld aufzubauen. Seine Notebooks und PCs setzt der Konzern im Elektronikhandel ab. Smartphones hingegen werden in Westeuropa vor allem von den Netzbetreibern angeboten. Daher braucht es eine neue Vertriebsmannschaft. Die Kontakte zu den Telekomkonzernen müsse das Unternehmen in den nächsten Monaten nun aufbauen, betonte Engel.

Noch stehe nicht genau fest, wann der Smartphone-Verkauf in Deutschland beginne, sagte Engel. Es gebe noch zahlreiche organisatorische Fragen zu klären. An den Produkten liege es nicht, die seien heute schon da. Zudem werde gerade eine neue Fabrik in China hochgefahren, die künftig die Geräte für Deutschland herstellen könne.

Von

jojo

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