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25.07.2011

14:34 Uhr

Smartphones

Blackberry-Hersteller RIM entlässt 2000 Leute

Research in Motion hatte bereits Stellenstreichungen angekündigt. Doch dieses Ausmaß überrascht: Der kanadische Blackberry-Hersteller streicht rund 2000 Stellen. Auch das Management bleibt nicht verschont.

Das Blackberry Bold 2 verkaufte sich nicht gut - RIM braucht neue Hoffnungsträger. Quelle: Reuters

Das Blackberry Bold 2 verkaufte sich nicht gut - RIM braucht neue Hoffnungsträger.

WaterlooDie starke Konkurrenz durch Apples iPhone sowie die Android-Smartphones kostet Jobs bei Research in Motion (RIM). Der Blackberry-Hersteller streicht rund 2000 Arbeitsplätze. Das entspricht etwa elf Prozent der gesamten Belegschaft. Die betroffenen Mitarbeiter würden ab dieser Woche informiert. Sie sollen Abfindungen erhalten. Die Abfindungszahlungen seien in den Ausblicken für das zweite Quartal und Gesamtjahr noch nicht enthalten.

Der Blackberry-Hersteller bekommt zudem einen neuen Vorstand für das Tagesgeschäft. Die Aufgaben von Thorsten Heins wurden auch auf Produkte und Vertrieb ausgeweitet. Der bisherige Chief Operating Officer Don Morrison geht in Rente.

RIM hatte schon vor einem Monat einen Stellenabbau angekündigt, ohne allerdings Details zu nennen. Nun erklärte der Konzern, dass am Ende noch 17.000 Beschäftigte übrig bleiben sollten. Auch das Management wird umgekrempelt. Vorbörslich fiel die ohnehin gebeutelte Aktie um mehr als 1 Prozent.

Die Kanadier gehören zwar zu den Pionieren bei den boomenden Smartphones, doch hatten sie sich nur halbherzig dem Trend zu Touchscreens und Multimediafunktionen angeschlossen. Stattdessen setzte Blackberry weiter auf eine Tastatur und vertraute auf seinen speziellen E-Mail-Dienst, der das Unternehmen einst groß gemacht hatte. Zuletzt musste RIM seine Gewinnprognose senken.

Mitte Juli haben die Vorstandschefs Jim Balsillie und Mike Lazaridis eine Produktoffensive mit sieben neuen Blackberrys und einem neuen Betriebssystem für den Herbst angekündigt.

Kommentare (2)

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MDK

25.07.2011, 22:40 Uhr

Ein weiteres großes Problem ist die Nicht-Verfügbarkeit der Blackberry-Dienste für die meistn Prepaid-Anbieter, denn wer nimmt - wenn er ordentlch rechnet, denn heute noch einen Verrag?

R.P

29.05.2012, 20:05 Uhr

Thorsten Heins ist leider genauso fantasielos wie viele andere Manager. Bevor man was ändern verordnet man zuerst einmal (Achtung Verbrennungsgefahr durch heisse Luft) eine Steigerung durch "a focus on driving excellence in operating metrics and efficiency, including an efficiency push across all functions of the organization".
Kosten streichen ist die erste Übung, bei weitem aber die mit den kürzesten Beinen um einen Marathon zu laufen. RP

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