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05.12.2013

12:45 Uhr

Snowden-Enthüllungen

Microsoft klagt gegen NSA-Spähaktionen

Der Softwarekonzern Microsoft glaubt, dass die NSA nicht befugt ist, im Ausland gespeicherte Daten abzugreifen. Nun will Microsoft vor Gericht gegen die Spionage vorgehen. Google und Yahoo planen ähnliche Schritte.

Microsoft-Chef Steve Ballmer: Das Unternehmen kündigte an, weit öfter als bisher den internen Datenverkehr zu verschlüsseln. AFP

Microsoft-Chef Steve Ballmer: Das Unternehmen kündigte an, weit öfter als bisher den internen Datenverkehr zu verschlüsseln.

San FranciscoMicrosoft hat seinen ausländischen Kunden versprochen, sich gegen Spähaktionen des US-Geheimdienstes NSA vor Gericht zu wehren. Der Softwarekonzern sei zudem der Auffassung, dass die amerikanischen Behörden nicht befugt seien, im Ausland gespeicherte Daten abzugreifen, sagte Microsoft-Justiziar Brad Smith am Mittwochabend.

Das Unternehmen kündigte zudem an, weit öfter als bisher den internen Datenverkehr zu verschlüsseln. Hintergrund sind Berichte, wonach die NSA die Datenströme der Internetriesen Google und Yahoo außerhalb der USA ohne Gerichtsbeschluss angezapft hat. Auch die beiden Microsoft-Konkurrenten kündigten daraufhin an, ihre Sicherheitsvorkehrungen zu verschärfen.

Wo die NSA im Ausland spioniert hat

Frankreich

Für Empörung sorgt diese Woche ein Bericht der französischen Tageszeitung „Le Monde“, wonach die NSA allein innerhalb eines Monats – zwischen dem 10. Dezember 2012 und dem 8. Januar 2013 – 70,3 Millionen Telefonverbindungen in Frankreich überwachte. Bereits Anfang Juli hatte der britische „Guardian“ berichtet, der Geheimdienst habe unter anderem Frankreichs diplomatischen Vertretungen in Washington und bei den Vereinten Nationen in New York ausgespäht. Im September berichtete der „Spiegel“ auch von Spähangriffen gegen das französische Außenministerium in Paris.

USA

Die „Washington Post“ und der „Guardian“ berichten Anfang Juni, die NSA und die US-Bundespolizei FBI würden auf Serverdaten der großen Internetkonzerne wie Yahoo, Facebook, Google und Microsoft zugreifen. Der Name des geheimen Überwachungsprogramms: Prism.

Großbritannien

Der „Guardian“ berichtet Mitte Juni unter Berufung auf die Snowden-Dokumente, der britische Geheimdienst habe vor vier Jahren Delegierte von zwei in London stattfindenden G-20-Treffen ausgespäht. Ziele waren demnach die Delegationen Südafrikas und der Türkei. Die NSA soll bei der Gelegenheit versucht haben, ein Satelliten-Telefongespräch des damaligen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew nach Moskau abzuhören.

EU und Uno

In seiner Ausgabe vom 1. Juli berichtet der „Spiegel“, die NSA habe in EU-Vertretungen in Washington, New York und Brüssel unter anderem Wanzen installiert. Auch sollen interne Computernetzwerke infiltriert worden sein. Ende August berichtet der „Spiegel“, die NSA habe auch die Zentrale der Vereinten Nationen in New York ausspioniert. Dem Geheimdienst gelang es demnach, in die interne Videokonferenzanlage der Uno einzudringen.

Brasilien

Der brasilianische Sender „Globo“ berichtet Anfang September, die NSA habe Telefonate und Internetkommunikation von Staatschefin Dilma Rousseff und ihren Mitarbeitern überwacht. Auch Unternehmen wie der Ölkonzern Petrobras und Millionen brasilianischer Bürger sollen ausgespäht worden sein. Verärgert verschiebt Rousseff einen für Oktober geplanten Staatsbesuch in den USA auf unbestimmte Zeit.

Mexiko

Der „Spiegel“ berichtet diese Woche, schon 2010 sei es einer NSA-Spezialabteilung gelungen, in das E-Mail-Konto des damaligen mexikanischen Präsidenten Felipe Calderón einzudringen. Calderóns Nachfolger Enrique Peña Nieto forderte Anfang September Erklärungen von den USA, nachdem Globo berichtet hatte, die NSA habe ihn während des Wahlkampfs 2012 ausgespäht.

China

In einem Interview mit der Zeitung „South China Morning Post“ aus Hongkong gibt Snowden an, die NSA hätten chinesische Mobilfunk-Konzerne gehackt und Millionen von SMS ausgespäht. Demnach verübte die NSA auch Cyber-Attacken auf die Tsinghua-Universität in Peking. Dort sind sechs zentrale Netzwerk-Schaltstellen untergebracht, über die Chinas gesamter Internetverkehr läuft.

Die NSA-Enthüllungen gehen auf Unterlagen des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden zurück und verunsichern IT-Unternehmen und ihre Kunden seit Monaten. Auch Smith räumte ein, dass die Affäre ein "Erdbeben" in der Branche ausgelöst habe. Die NSA hat wie viele US-Politiker die Spähaktionen als wichtig etwa für den Anti-Terror-Kampf verteidigt.

Von

rtr

Kommentare (1)

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pro-d

05.12.2013, 13:06 Uhr

Der Niedergang der Zionisten und den USA hat sich für uns da gezeigt:
+ Niederlage im Syrien Konflikt
+ NSA
+ Atom-Abkommen mit Persien.

Gleichzeitig rückt Deutschland mit der EU weiter nach vorne. Inzwischen haben die USA auch nicht mehr die Kraft mit ihren Aktionen einen Keil zwischen den Süden und Norden von EU-Land zu treiben. Und welch ein wunder, plötzlich, wo die Giftmischer aus den USA und Israel nicht mehr so überstark sind, gesunden die EU-Länder immer mehr. Selbst d<s kränkelnde Irland kommt wieder auf die Beine.

Respekt vor Deutschland und der EU, dass sie sich langsam von den kriegstreibenden Giftmischer frei machen konnten.


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