Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.02.2015

17:14 Uhr

Social-Media-Barometer

Hitzige Debatte um schnelles Internet

Die Deutsche Telekom will 5,9 Millionen Haushalte mit schnellerem Internet versorgen. Doch die Umrüstung betrifft auch Wettbewerber. Im Netz wird darüber heiß diskutiert.

Mit dem Ausbau der Breitbandanschlüsse sollen Festnetz-Kunden theoretisch bis zu 100 Megabit pro Sekunde schnell surfen können. Zum Vergleich: Bei der Mobilfunktechnik LTE sind bis zu 300 Megabit pro Sekunde möglich. AFP

Im Namen des Netzausbaus

Mit dem Ausbau der Breitbandanschlüsse sollen Festnetz-Kunden theoretisch bis zu 100 Megabit pro Sekunde schnell surfen können. Zum Vergleich: Bei der Mobilfunktechnik LTE sind bis zu 300 Megabit pro Sekunde möglich.

DüsseldorfDie Deutsche Telekom gibt Gas. 5,9 Millionen weitere Haushalte sollen mit sogenanntem VDSL2-Internet versorgt werden, das mit 100 Megabit pro Sekunde etwa doppelt so schnell ist wie die meisten aktuellen Festnetzanschlüsse. Schon im August 2014 kündigte die Telekom an, ihr Angebot des schnellen Festnetz-Internets von 14 Millionen auf 24 Millionen Anschlüsse auszuweiten.

Die gute Nachricht für Telekom-Kunden ist für Konkurrenzunternehmen ein Ärgernis: 135.000 ihrer gemieteten Anschlüsse sollen dafür abgeklemmt bzw. auf ein konfektioniertes Vorprodukt umgestellt werden. „Bestehende VDSL-Anschlüsse von Wettbewerbern müssten gekündigt und auf ein alternatives Produkt umgestellt werden, um eine flächendeckende Vectoring-Versorgung im Nahbereich um die Hauptverteiler zu gewährleisten“, schreibt die Telekom in einer Mitteilung.

Bisher ist das gesetzlich nicht möglich. Die Telekom stellte daher am Montag einen Antrag auf Änderung dieser Regelung bei der Bundesnetzagentur. Konkret geht es um die Zugangsverpflichtung zur Teilnehmeranschlussleitung (TAL).

Die bisherigen Nutzungsrechte der Wettbewerber verhinderten, dass die Telekom ihr Netz im Nahbereich um die Hauptverteiler aufrüsten könne. Das habe zur Folge, dass Kunden in diesem Bereich über ihre Telefonleitung keine schnellen Internetanschlüsse bekommen können, sagt die Telekom. Vom weiteren Vectoring-Ausbau würden auch Wettbewerber profitieren, argumentiert das Unternehmen.

Die sehen das anders. Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten VATM warf der Telekom den Versuch vor, sich mit dem Regulierungsantrag „ein Ausbaumonopol mit Vectoring im Kernbereich der Regulierung in Deutschland an den sogenannten Hauptverteilern, den über 8.000 zentralen Vermittlungsstellen der Telekom“ schaffen zu wollen. Der Bundesverband Glasfaseranschluss (BUGLAS) nannte das Vorhaben „volkswirtschaftlich unsinnig“.

DSW-Übernahme: Telekom wettet auf Sport

DSW-Übernahme

Telekom wettet auf Sport

Vom milliardenschweren Markt mit Sportwetten will nun auch die Deutsche Telekom profitieren: Noch in diesem Quartal sollen Fußball- oder Formel-1-Wetten im Internet angeboten werden.

Bemerkbar macht sich die Debatte auch im Netz. Das Social-Media-Barometer des Handelsblatts weist für die Deutsche Telekom aktuell ein Plus von 60 Prozent aus. Die Telekom versucht indes zu beschwichtigen: Ihren Angaben zufolge seien schließlich gerade einmal 1,5 Prozent der Anschlüsse betroffen, die durch Wettbewerber gemietet sind.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×