Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.02.2015

12:07 Uhr

Social-Media-Barometer

Millionenstreit um Thüringer Höhlen

Der Düngemittelkonzern K+S streitet heute mit dem Land Thüringen vor einem Verwaltungsgericht. Es geht um die Sicherung unterirdischer Hohlräume aus DDR-Zeiten – und eine Millionensumme.

Wer muss für die Altlasten des DDR-Kalibergbaus zahlen? Darum streiten das Land Thüringen und der Konzern K+S. dpa

Wer muss für die Altlasten des DDR-Kalibergbaus zahlen? Darum streiten das Land Thüringen und der Konzern K+S.

KasselDer DDR-Kalibergbau hat Spuren hinterlassen. Nahe der thüringisch-hessischen Grenze durchziehen unterirdische Hohlräume das Erdreich. Industriehöhlen, die bis heute gesichert werden müssen, damit die Erde nicht absackt. Doch wer trägt die Kosten dafür?

Damit beschäftigt sich heute das Verwaltungsgericht in Meiningen. Es soll einen Streit zwischen dem Düngemittelkonzern K+S und dem Land Thüringen entscheiden. In einem Vertrag, der im Oktober 1999 geschlossen wurde, hatte das Land zugesagt, die Kosten für die Umweltlasten zu übernehmen. Doch 2012 wurden die Zahlungen dann vorübergehend eingestellt.

Im Streit geht es um viel Geld. In den nächsten Jahren sollen sich die Kosten nach verschiedenen Schätzungen von Experten auf eine Summe zwischen 300 Millionen und zwei Milliarden Euro summieren. Schon nach dem Urteilsspruch müsste der Staat wohl Millionen nachzahlen.

Eine Entscheidung vor Gericht ist darum von enormer wirtschaftlicher Bedeutung für den Dax-Konzern. Und auch im Netz wird der Prozess rege diskutiert. K+S gehört zu den laut Social-Media-Barometer zu den meistdiskutierten Unternehmen auf Facebook und Twitter.

Und auch die Anleger rechnen offenbar mit einem Millionensegen für den Kalikonzern. Die Aktie befindet sich im Aufschwung. Seit dem Tiefpunkt im Oktober 2014 konnte das K+S-Papier um 44 Prozent zulegen.

Von

bay

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×