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19.03.2013

22:15 Uhr

Software-Verträge

Bestechungsverdacht gegen Microsoft

US-Behörden sollen den Softwaren-Giganten Microsoft der Bestechung verdächtigen. Der Konzern dementiert, über die Ermittlungen im Bilde zu sein. Man werde aber kooperieren.

Die Ermittlungen gegen Microsoft stehen wohl noch am Anfang. dpa

Die Ermittlungen gegen Microsoft stehen wohl noch am Anfang.

SeattleUS-Behörden haben einem Zeitungsbericht zufolge Ermittlungen gegen Microsoft wegen des Verdachts auf Bestechung ausländischer Regierungen eingeleitet. Wie das "Wall Street Journal" berichtete, laufen entsprechende Untersuchungen beim Justizministerium sowie der Börsenaufsicht.

Basis hierfür seien die Hinweise eines ehemaligen Microsoft-Angestellten. Die Vorwürfe zu China kämen von einem anonymen Hinweisgeber, berichtete die Zeitung. Er habe behauptet, ein Manager einer Microsoft-Tochter in China habe ihn angewiesen, chinesischen Beamten Schmiergelder anzubieten. Die Vorwürfe seien bereits 2010 im Auftrag von Microsoft von einer externen Firma geprüft worden, die Untersuchung habe aber keine Vergehen ergeben.

Zugleich prüfen die Ermittler laut „Wall Street Journal“ die Rolle von Microsoft bei Vorwürfen, dass Vertriebspartner Schmiergelder angeboten hätten, um sich für Software-Verträge vom Telekommunikationsministerium in Rumänien zu sichern. Außerdem würden Beziehungen des Unternehmens mit Beratern in Italien unter die Lupe genommen, hieß es.

Die Behörden lehnten eine Stellungnahme ab. Microsoft erklärte lediglich, jegliche Vorwürfe ernst zu nehmen und bei Regierungsermittlungen zu kooperieren. Der Konzern bestätigte jedoch nicht, über die Ermittlungen im Bilde zu sein.

Wie Windows wurde, was es ist

Windows 1.0

Der Urahn des inzwischen meistgenutzten PC-Betriebssystems kam im November 1985 auf den Markt. Damals war Microsoft noch ein Außenseiter, während der Platzhirsch IBM und der Aufsteiger Apple den Kampf um den PC-Markt auszufechten schienen. Anfangs arbeitete sich Windows nur mühsam ins Geschäft – denn Microsoft verzichtete zunächst angesichts eines jahrelangen Patentstreits mit Apple auf grafische Bedienungselemente.

Windows 3.1

Mit dieser Version lernte Windows 1992, Videos abzuspielen, bekam die ersten integrierten Spiele und neue Schriften. Die Grundansicht mit den überlappenden Fenstern und einem Desktop für Programm-Symbole blieb – mit einigen Design-Änderungen – lange erhalten.

Windows NT

Parallel zu den Consumer-Versionen von Windows entwickelte Microsoft nach dem Scheitern des OS/2-Projektes mit IBM eine Windows-Version mit einem neuen Programm-Kern („Windows New Technology“). NT wurde mit Windows 2000 fortgeführt und ging später in Windows XP auf.

Windows 95

Die radikale Erneuerung von 1995 brachte in Grundzügen das Windows, das heute praktisch jeder kennt. Unter anderem wurde der „Start“-Knopf mit dem Balken am unteren Bildschirmrand eingeführt. Nachdem nachträglich der Web-Browser Internet Explorer zum Windows-Grundpaket hinzugefügt wurde, setzte sich Microsoft zum Ärger der Wettbewerbshüter in diesem Bereich gegen den Pionier Netscape durch. Auf die Version folgten die kleineren Aktualisierungen Windows 98 und ME.

Windows XP

2001 brachte Microsoft die bisher langlebigste Version seines Betriebssystems auf den Markt, die immer noch auf vielen Rechnern läuft. Mit Windows XP wurden viele visuelle Effekte hinzugefügt, ebenso wie wichtige Funktionen wie etwa schneller Benutzerwechsel, eine integrierte Firewall für mehr Sicherheit und verbesserter Medienwiedergabe.

Windows 7

Das Betriebssystem Windows Vista sollte XP verdrängen, wurde von den Nutzern aber weitgehend ignoriert. Die 2007 veröffentlichte Version bot zwar neue Bildschirmansichten, aber eine für viele Nutzer verwirrende Rechteverwaltung für Benutzerkonten. Erst mit der Vorstellung von Windows 7 im Oktober 2009 konnte Microsoft die Anwender wieder überzeugen.

Windows 8

Mit Windows 8 wollte sich Microsoft für den Wandel der Computer-Welt rüsten: Die neue Kacheloberfläche ist für Touchscreens ausgelegt und eignet sich damit auch für Tablet-Computer – äußerlich ähnelt das System damit dem Smartphone-Betriebssystem Windows Phone. Microsoft stellte Windows 8 im Oktober 2012 vor. Gerade an der neuen Bedienung wurde jedoch schnell viel Kritik laut.

Windows 8.1

Ein Update für Windows 8 kam im Oktober 2013 auf den Markt. Das kostenlose Windows 8.1 soll die größten Kritikpunkte an dem Vorgänger ausräumen. So können Nutzer direkt auf den Desktop starten und so die Kacheloberfläche umgehen. Zudem kehrt der Startknopf zurück, wenn auch nicht das klassische Startmenü.

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