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21.01.2012

15:22 Uhr

Softwareentwickler

SAP-Chefs haben ehrgeizige Wachstumsziele

Laut einer E-Mail der beiden Konzernchefs streben die Walldorfer in den kommenden drei Jahren mehr als 20 Milliarden Euro Umsatz und deutlich höhere Gewinne an. Das Jahr 2012 stehe im „Zeichen der Beschleunigung“.

Bei Erlösen und der Marge wechselt der Walldorfer Konzern in den Sprint-Modus. ap

Bei Erlösen und der Marge wechselt der Walldorfer Konzern in den Sprint-Modus.

FrankfurtSAP will in den nächsten Jahren bei Umsatz und Gewinn kräftig zulegen. Das geht laut der „WirtschaftsWoche“ aus einer internen E-Mail der beiden SAP-Chefs Jim Hagemann Snabe und Bill McDermott hervor, die dem Magazin vorliegt. „Wenn 2011 unsere Konzentration der Umsetzung unserer Strategie galt und wir bewiesen haben, dass sie die richtige ist, steht 2012 ganz im Zeichen der Beschleunigung“, heißt es in der Mail an die SAP-Mitarbeiter. „Im Jahr 2015 werden wir mehr als 20 Milliarden Euro Umsatz machen, eine Marge von 35 Prozent verzeichnen und das Leben von einer Milliarde Menschen durch unsere Software beeinflussen.“

2011 war der Konzernumsatz des Weltmarktführers für Unternehmenssoftware um 14 Prozent auf 14 Milliarden Euro geklettert. Bei der Rendite rückten die Walldorfer näher an die rentableren Konkurrenten aus den USA - Oracle und Microsoft - heran: Um Sondereffekte und Wechselkurse bereinigt belief sich die operative Marge auf 33 Prozent. Als Betriebsgewinn wies SAP 4,7 Milliarden Euro aus.

Snabe und McDermott wollten das Turbowachstum erreichen, indem sie das Geschäft auf fünf Kernmärkte konzentrierten, schreibt das Magazin weiter. Neben den klassischen SAP-Unternehmenslösungen seien dies Programme zur Analyse großer Datenbestände sowie mobile Anwendungen, Cloud Computing und nicht zuletzt Datenbanksoftware. Zur Kostensenkung wolle SAP den übernommenen Datenbankspezialisten Sybase stärker in den Mutterkonzern integrieren, vor allem Vertrieb und Marketing sollten stärker mit SAP koordiniert werden. „Wir rechnen damit, dass die Integration in sechs Monaten abgeschlossen sein wird“, zitiert die „Wirtschaftswoche“ weiter aus der E-Mail. SAP war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

 

Von

rtr

Kommentare (4)

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Mitbuerger

21.01.2012, 15:51 Uhr

SAP hat doch kein seriöses Geschäftsmodell. Geld verdient SAP doch hauptsächlich mit Schulungen. Behörden, Verwaltungen und unerfahrene Mittelständler unterschätzen gerne mal die Folgekosten der Einführung von SAP Systemen. Auf entsprechenden Stellenangeboten werden dann folglich immer SAP Kenntnisse vorausgesetzt. Nur: Umsonst lernen kann man die nicht.

Mitbuerger

21.01.2012, 15:59 Uhr

... mit Schulungen und der Instandhaltung der Systeme ...

Micha

21.01.2012, 16:20 Uhr

das klingt nach einem, der auch gerne Teil einer erfolgreichen Firma wäre und leider nicht die Qualifikation dazu hat und nun irgendwo in der Mittelmäßigkeit dümpelt - man nennt es auch Neid.

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