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19.01.2012

17:05 Uhr

Softwarehersteller

Schuldenkrise bedroht das Geschäft von Microsoft

VonIlka Kopplin

Heute Abend legt der Software-Riese seine Zahlen für das vergangene Quartal vor. Von Oracle und Software AG waren die Anleger enttäuscht. Kann sich Microsoft dem Trend widersetzen?

Microsoft-Chef Steve Ballmer auf der Unterhaltungselektronikmesse CES in Las Vegas im Januar 2012. Reuters

Microsoft-Chef Steve Ballmer auf der Unterhaltungselektronikmesse CES in Las Vegas im Januar 2012.

Mit Spannung werden die Quartalszahlen des weltweit größten Softwareherstellers Microsoft erwartet. Die IT-Branche hatte im abgelaufenen vierten Quartal mit Umsatzrückgängen zu kämpfen, wie die bereits vorgelegten Zahlen der Konkurrenten Software AG und Oracle gezeigt haben.

Dabei gilt das vierte Quartal in der Branche eigentlich als stark: Vor Jahresende investieren viele Unternehmen noch einmal kräftig in ihre IT-Ausstattung. Doch diesmal haben sich die Hoffnungen auf einen starken Jahresabschluss womöglich nicht erfüllt.

IT-Branche wächst - aber langsamer

Analysten des Beratungsunternehmens Gartner in den USA hatte bereits Anfang Januar die Wachstumsprognose für 2012 heruntergeschraubt. Demnach werden die weltweiten IT-Ausgaben im Vergleich zu 2011 zwar um 3, 7 Prozent wachsen (3, 8 Billionen US-Dollar), allerdings hatten die Experten zuvor noch mit einem Wachstum von 4,6 Prozent gerechnet. Als Gründe werden die Euro-Krise sowie die Überflutungen in Thailand genannt.

In Europa erwartet Gartner sogar einen Rückgang der Ausgaben um 0,7 Prozent, da Unternehmen und Privatleute auf Grund der unsicheren Wirtschaftslage IT-Ausgaben zurückstellten.

Die Flut-Katastrophe in Thailand habe Auswirkungen auf die ganze Versorgungskette. Thailand sei ein großer Produktionsstandort für Komponenten. Der Wiederaufbau der Fabriken werde möglicherweise noch bis 2013 andauern.

Wiederaufbau von Fabriken dauert an

Von der Flut in Thailand war auch Microsoft stark betroffen. In der vergangenen Woche hatte Microsoft-Managerin Tami Reller bereits darauf hingewiesen, dass die PC-Verkäufe durch die Flut bedingt leicht gefallen seien.

Laut Gartner wurden im vierten Quartal 2011 92,2 Millionen PCs verschifft, etwa 1,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Microsoft ist mit seinem Betriebssystem Windows nach wie vor Marktführer, hatte allerdings bereits in den vergangenen drei Quartalen mit den Software-Verkäufen unter den Erwartungen gelegen.

Branchenexperten sind außerdem gespannt, wie sich das Geschäft mit mobilen Anwendungen rund um Smartphones und Tablets entwickelt. Microsoft hinkt hinter Konkurrenten Apple und Google (Android) hinterher, kooperiert allerdings mit dem finnischen Handyhersteller Nokia, der auf einigen seiner Smartphones das Windows-Betriebssystem verwenden will. Im Februar startet in den USA der Verkauf des Lumia 900, das mit dem Betriebssystem „Windows-Phone 7.5“ arbeitet.

Mit Windows 8 sorgte Microsoft zuletzt für Gesprächsstoff. Es ist das erste Microsoft Betriebssystem, das auf Tablet-Computern angewendet werden kann. Mit einem neuen Windows will Microsoft deshalb nicht nur den flauen PC-Markt munter machen, sondern auch auf den zurzeit besonders angesagten Tablet-Computern Akzente setzen. „Mit Windows 8 haben wir Windows neu erdacht“, sagte Vorstandschef Steve Ballmer im Januar zur Eröffnung der Computermesse CES in Las Vegas.

Kommentare (2)

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Zutexter

19.01.2012, 18:03 Uhr

Ja, und wenn jetzt ein anderes Unternehmen irgendwo auf der Welt rote Zahlen schreibt, dann haben dessen doofe Manager die "EURO-Krise" als Ausrede. Wir hatten schon die debilen Banker, die unser Geld bei Lehman & Co. gelassen haben, bald gibt es so etwas wie die "Vollkasko" für alle unsere "Entscheider" nämlich die "EURO-Krise".

Account gelöscht!

19.01.2012, 19:30 Uhr

Microsoft schlechte Zahlen wegen Euro Krise...ja klaro :D ich lach mich krank. Die sind längst auf dem absteigendem Ast weil da ein Apfel aufgetaucht ist der denen das fürchten gelehrt hat und von dem sie inzwischen schon Systemdinge kopieren...leider grottenschlecht. Der IE ist das beste Beispiel mit seinen Extrawürsten. Das Grauen eines jeden Web-Entwicklers.

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