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21.11.2014

11:57 Uhr

Softwarekonzern

SAP-Spitze macht Rückzieher beim Logo

Orange stand blau stand zur Debatte, doch jetzt bleibt beim Softwarekonzern alles wie es ist. SAP-Chef McDermott beendet die Diskussion um das Logo. Entschieden haben aber die Mitarbeiter.

Beim Logo bleibt alles beim Alten: SAP beendet die Diskussion. dpa

Beim Logo bleibt alles beim Alten: SAP beendet die Diskussion.

WalldorfSAP-Chef Bill McDermott hat die Diskussion um ein neues Logo für den Softwarekonzern beendet. Vor wenigen Wochen war bei SAP testweise ein neues orangenes Logo eingeführt worden. Ein interne Befragung habe nun aber ergeben, dass die Mehrheit der Mitarbeiter gegen die Abschaffung des bisherigen blauen Logos sei, sagte ein Firmensprecher am Freitag und bestätigte damit einen Bericht der Wirtschaftswoche.

Eigentlich sollte die Entscheidung erst Ende Januar fallen. Offenbar nahmen die internen Diskussionen nun aber überhand.

Der SAP-Chef habe das neue Logo gekippt, damit sich die Belegschaft wieder auf das eigentliche Geschäft konzentrieren kann, sagte der Sprecher. Laut Wirtschaftswoche hatten SAP-Beschäftigten vor allem im Intranet gegen das Logo in orange protestiert.

Große SAP-Übernahmen

2007 - Business Objects

2007 übernehmen die Deutschen den französischen Softwarehersteller Business Objects für 4,8 Milliarden Euro. SAP kauft sich damit Analyse-Software, die Daten aus einzelnen Geschäftsbereichen von Unternehmen auswertet - und ist inzwischen Marktführer.

2010 - Sybase

Den Datenbankspezialisten Sybase übernimmt SAP im Jahr 2010 für 5,8 Milliarden Dollar und erwirbt damit Expertise für den Mobilfunkmarkt. Mit Hilfe der Sybase-Plattform lassen sich die SAP-Programme leichter auf Smartphones und Tablets spielen. Die Software von Sybase stellt außerdem den Grundstock für das wachsende Datenbankgeschäft von SAP.

2012 - Ariba

Mit der Handelsplattform Ariba, die SAP ebenfalls 2012 für 4,3 Milliarden Dollar übernahm, sicherte sich der Softwarekonzern weitere Fähigkeiten. Ariba ist nicht nur eine Art Ebay für Unternehmen. Die Firma verkauft auch Software - zum Beispiel Programme, mit deren Hilfe Firmen ihren Lieferanten digitale Rechnungen stellen können.

2012 - Successfactors

2012 geht SAP die Übernahme von Successfactors für 3,4 Milliarden Dollar an. Software, die nicht mehr auf Firmenservern lagert, sondern nach Bedarf „on Demand“ über das Internet abgerufen wird, ist bereits heute ein Milliardenmarkt

2014 - Concur

Im September 2014 kauft SAP das Unternehmen Concur, um sein wachsendes Cloud-Geschäft weiter auszubauen. Concur ist ein US-Anbieter von Firmensoftware für Reisemanagement und Reisekostenabwicklung. Der Preis von umgerechnet rund 6,5 Milliarden Euro bedeutet: Es ist die teuerste Übernahme in der Geschichte SAPs.

Von

dpa

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