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26.08.2013

13:40 Uhr

Softwareschmiede

Nemetschek sucht abermals neuen Chef

Das Geschäftsjahr für die Bausoftwareschmiede Nemetschek läuft gut – doch dafür sorgt eine andere Front mal wieder für Aufregung. Nach nur einem Jahr schmeißt Chefin Dreilich schon wieder hin. Der Börse gefällt's nicht.

Bei Nemetschek gibt es Querelen im Vorstand. dpa

Bei Nemetschek gibt es Querelen im Vorstand.

MünchenBei der Bausoftwareschmiede Nemetschek gehen die Querelen an der Unternehmensspitze weiter. Chefin Tanja Dreilich warf am Montag nach knapp einem Jahr im Amt die Brocken hin. „Ungeachtet der erfolgreichen Entwicklung der Gesellschaft sowie der sich abzeichnenden Erfolge im laufenden Geschäftsjahr gibt es unüberbrückbare Differenzen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, die einer Fortsetzung meiner Tätigkeit entgegenstehen“, erklärte die Managerin, die zuletzt als Alleinvorstand an der Spitze der Münchner stand. Nemetschek hat somit in zwei Jahren drei Spitzenkräfte verschlissen. Die Neuigkeiten kamen an der Börse nicht gut an: Der Kurs sackte am Nachmittag um 4,3 Prozent ab.

Laut Aufsichtsratschef Kurt Dobitsch, der auch das Kontrollgremium von United Internet führt, hatte Dreilich das Amt als Alleinvorstand bei Nemetschek „nicht ausfüllen können“. „Die Zusammenarbeit hat sich auf das rechtliche Mindestmaß beschränkt, mehr war nicht möglich mit Frau Dreilich“, klagte Dobitsch. Der häufige Wechsel im Management komme daher, „weil wir die falschen Leute eingestellt haben“. Im Laufe der Woche werde ein Interimsvorstand bestellt, in Kürze eine drei- bis vierköpfiger Vorstand ernannt, der mehrheitlich aus internationalen Managern bestehen solle.

Von

rtr

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