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14.01.2010

14:38 Uhr

Softwareschmiede

SAP übersteht viertes Quartal überraschend gut

SAP hat überraschend frühzeitig Umsatzzahlen für das vierte Quartal präsentiert. Und die fielen für Europas größten Softwarehersteller nicht so schlimm aus wie befürchtet.

SAP hat das vierte Quartal einigermaßen gut hinter sich gebracht. Quelle: dpa

SAP hat das vierte Quartal einigermaßen gut hinter sich gebracht.

DÜSSELDIORF. Europas größter Softwarekonzern, die SAP AG, hat überraschend seine vorläufigen Zahlen für das vierte Quartal 2009 und das gesamte Geschäftsjahr auf den Tisch gelegt. Das Ergebnis fiel danach weit positiver aus als im Herbst vergangenen Jahres von dem Unternehmen selbst befürchtet. So lag die operative Marge wechselkursbereinigt mit 27,5 Prozent über dem selbst-gesteckten Ziel von 25,5 bis 27 Prozent, wie das im Dax notierte Unternehmen mitteilte.

Im wichtigsten vierten Quartal zwischen Oktober und Ende Dezember, in dem Unternehmen ihre IT-Budgets ausschöpfen, sank der Umsatz mit Software und software-bezogenen Dienstleistungen nach den vorläufigen Zahlen um fünf Prozent auf 2,56 Mrd. Euro. Analysten hatten im Schnitt mit 2,43 Mrd. Euro gerechnet. Zuletzt hatte der Markt zwar ein leichtes Plus erwartet. Dennoch zeigten sich viele Analysten von besseren Zahlen angenehm überrascht. „Insbesondere die starke Margenentwicklung, die über dem Zielkorridor liegt, sticht ins Auge“, sagte Analyst Marco Günther von der Hamburger Sparkasse.

Die Aktie stieg um 3,21 Prozent auf 35,81 Euro und stellte sich damit an die Dax-Spitze. Einen Ausblick auf das laufende Jahr wollen die Walldorfer am 27. Januar bei der Vorlage endgültiger Quartalszahlen geben. Bei dem Ausblick auf das vierte Quartal im September überwog noch der Pessimismus: SAP-Chef Leo Apotheker schockte die Börse vor allem mit der Ankündigung, der Umsatz im Kalenderjahr 2009 werde sechs bis acht Prozent niedriger ausfallen als im Vorjahr.

Bislang waren bei SAP jährlich prozentual zweistellige Zuwächse an der Tagesordnung gewesen. Vor allem beim Software-Verkauf schnitt der Konzern im traditionell umsatzstarken vierten Quartal mit 1,1 Mrd. Euro unerwartet gut ab. Die meisten Analysten hatten SAP im Schlussquartal nur einen Software-Umsatz von rund einer Milliarde Euro zugetraut, nachdem die Unternehmen im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise rund um den Globus ihre Ausgaben für neue Informationstechnik gekürzt hatten.

Im Vergleich zu seinem größten Konkurrenten Oracle liegt SAP mit seinem Ergebnis für das vierte Quartal voll im Trend. Insgesamt hatte das IT-Geschäft gegen Ende 2009 l wieder angezogen. Der amerikanische Konzern konnte daher kurz vor Weihnachten wieder einen Gewinn vermelden. Dieser stieg im zweiten Geschäftsquartal des Unternehmens (bis 30. November) um 12,5 Prozent auf knapp 1,46 Mrd. Dollar. Der Umsatz wuchs um vier Prozent auf 5,86 Mrd. Dollar. Oracle erzielte zwischen September und November ein Umsatzplus von zwei Prozent. Vor allem, weil die Erlöse mit Software-Lizenzen im Vergleich zu den Quartalen zuvor erstmals wieder gestiegen sind – um zwei Prozent auf 1,7 Mrd. Dollar. Die Einnahmen aus Updates und Service-Leistungen hatten um 14 Prozent auf 3,2 Mrd. Dollar zugelegt.

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