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15.06.2016

12:46 Uhr

Soundcloud

Twitter steigt bei Berliner Musikdienst ein

Das Berliner Start-up Soundcloud expandiert weltweit. Jetzt hat der Musikdienst mit Twitter einen weiteren prominenten Geldgeber gefunden. Unklar ist aber, wie viel das US-Netzwerk investiert hat.

Das Unternehmen hat derzeit rund 175 Millionen Nutzer. AP

Soundcloud-Konzert in New York

Das Unternehmen hat derzeit rund 175 Millionen Nutzer.

Twitter steigt beim Berliner Musikdienst Soundcloud ein. Der Chef des US-Kurznachrichtendienstes, Jack Dorsey, bestätigte die Beteiligung am Dienstagabend, allerdings ohne finanzielle Details zu nennen. Laut dem Technologie-Onlineportal „Re/Code“ hat Twitter rund 70 Millionen Dollar in das 2008 gegründete Start-up investiert. Dies sei im Rahmen einer 100 Millionen Dollar umfassenden Finanzierungsrunde erfolgt, die Soundcloud mit insgesamt rund 700 Millionen Dollar bewertet habe.

Bekannt ist unter anderem, dass in der Vergangenheit die Finanzinvestoren Kleiner Perkins, IVP sowie Union Square Ventures die Firma unterstützt haben.

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Das Berliner Musik-Start-up Soundcloud gehört zu den wenigen, die selbst im Silicon Valley bekannt sind. Gegründet wurde der Streamingdienst von zwei Schweden: Alexander Ljung und Eric Wahlforss.

Bei Soundcloud können Nutzer Musik und andere Audiodateien hochladen und sie teilen. Das Unternehmen mit derzeit rund 175 Millionen Nutzern gibt nur wenig Einblick in sein Geschäft. Medienberichten zufolge machte die Firma 2014 fast 40 Millionen Euro Verlust. Laut Mitgründer Eric Wahlforss sind die meisten der Nutzer keine zahlenden Abonnenten.

Erst kürzlich weitete Soundcloud seine Abodienste auf die USA, Großbritannien und Irland aus, um stärker Wettbewerber wie Apples Musikdienst und Spotify anzugreifen. Twitter selbst hatte sich nur 2013 kurz ins Musikgeschäft gewagt, diesen Ausflug allerdings im darauffolgenden Jahr wieder beendet.

Wer am Musikstreaming verdient

Zur Studie

Wirtschaftsexperten von Ernst & Young haben im Auftrag des Verbandes der französischen Musikindustrie SNEP exemplarisch ausgerechnet, wieviel die einzelnen Parteien von jenen 9,99 Euro erhalten, die ein Premiumabo bei Diensten wie Spotify und Deezer kostet.

Der Dienst selbst ...

... behält demnach 2,08 Euro.

Der Staat ...

... bekommt 1,67 Euro insbesondere durch die Umsatzsteuer.

Die Verwertungsgesellschaften ...

... bekommen einen Anteil von einem Euro.

Die Labels ...

... behalten 4,56 Euro.

Den Künstlern ...

... bleiben am Ende 0,68 Euro. Die werden nach Häufigkeit der Abrufe unter den Musikern aufgeteilt. Unbekanntere Bands erhalten entsprechend wenig.

Von

rtr

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