Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.10.2013

16:02 Uhr

Soziales Netzwerk

Facebook will israelisches Startup Onavo

Das Soziale Netzwerk Facebook steht kurz vor einem Kauf des Software-Herstellers Onavo aus Israel. Damit intensiviert das börsennotierte US-Unternehmen seine Aktivitäten beim Messen von Nutzerverhalten.

Marc Zuckerberg gefällt das: Das Soziale Netzwerk Facebook steht – sehr zur Freude von Gründer Zuckerberg – kurz vor der Übernahme eines Startups, das sich auf das Messen von Nutzerverhalten spezialisiert hat. dpa

Marc Zuckerberg gefällt das: Das Soziale Netzwerk Facebook steht – sehr zur Freude von Gründer Zuckerberg – kurz vor der Übernahme eines Startups, das sich auf das Messen von Nutzerverhalten spezialisiert hat.

Tel AvivFacebook, weltweit größtes soziales Netzwerk, will das israelische Software-Unternehmen Onavo übernehmen. Dies gaben die Gründer der Tel Aviver Startup-Firma am Montag bekannt. Onavo ist spezialisiert darauf, Daten zu komprimieren und das Nutzerverhalten in der Mobilkommunikation zu analysieren. Nach israelischen Medienberichten liegt der Kaufpreis umgerechnet zwischen 75 und 150 Millionen Euro.

Onavo war 2010 von Guy Rosen und Roi Tiger gegründet worden, die nach Angaben der Onlineausgabe der Tageszeitung „Haaretz“ zuvor ihren Militärdienst in der elektronischen Aufklärungsabteilung „Unit 8200“ der israelischen Streitkräfte geleistet hatten. Die Firma entwickelte kostenlose Programme, die es Smartphone-Nutzern erlauben, umfangreiche Inhalte in einem externen Netzwerk zu komprimieren, bevor sie heruntergeladen werden. Das senkt nach Firmenangaben bei Aufenthalten im Ausland die Roaming-Gebühren um bis zu 80 Prozent.

Zudem entwickelte die Firma „Onavo Insights“, das sich an Geschäftskunden wendet. Sie kaufen zuvor anonymisierte Messdaten zum Nutzerverhalten bei der Anwendung der eigenen Applikationen und der Konkurrenzprodukte. Diese Daten gewinnt Onavo über ihre Gratis-Apps, die bereits von vielen Millionen Handybesitzern installiert wurden.

Besitzer von Onavo waren bisher neben Rosen und Tiger mehrere Wagniskapital-Gesellschaften, die laut „Haaretz.com“ etwa zehn Millionen Euro in das Startup investiert hatten. Laut Unternehmensangaben wird die Entwicklungsabteilung mit 30 der 40 Beschäftigten in Tel Aviv bestehen bleiben und zum neuen Hauptstandort von Facebook in Israel werden.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×