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01.02.2007

21:51 Uhr

dpa BONN. Die Deutsche Telekom prüft nach Informationen der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX den Verkauf ihres Festnetzgeschäfts in Spanien und Frankreich. Die beiden Tochtergesellschaften seien auf den Prüfstand gestellt worden, verlautete am Donnerstag aus dem Umfeld des Unternehmens.

Ein Sprecher der Deutschen Telekom lehnte einen Kommentar dazu ab. Als Alternative zum Verkauf sei denkbar, dass die Telekom an den Beteiligungen festhalte und diese ausbaue, sagte eine mit dem Verfahren vertraute Person. Derzeit hätten die beiden Töchter nicht die gewünschte Größe. In den ersten neun Monaten des vergangenen Geschäftsjahres steuerten ya.com (Spanien) und Club Internet (Frankreich) knapp 250 Mill. Euro zum Konzernumsatz bei - ein Zuwachs von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Eine Entscheidung über die weitere Vorgehensweise werde voraussichtlich auf der Aufsichtsratssitzung Ende Februar gefällt, hieß es. Vorstandschef René Obermann will auf der Sitzung seine Strategie präsentieren, mit der Europas größter Telekomkonzern fit für Zukunft gemacht werden soll.

Das Festnetzgeschäft in Frankreich und Spanien wurde von der Tochter T-Online aufgebaut, die mittlerweile komplett der Telekom gehört. Das Unternehmen hatte im November 2004 Investitionen in Höhe von rund einer Milliarde Euro bis 2007 in Club Internet und ya.com angekündigt. Unter anderem erwarb die Telekom für 62 Mill. Euro den spanischen Netzbetreiber Albura.

Ziel war es, eine Position unter den größten drei DSL-Anbietern Spaniens und Frankreichs aufzurücken. Der Marktanteil sollte in den Ländern auf 15 bis 20 Prozent steigen. Von dieser Zielsetzung sei die Telekom aber noch weit entfernt, hieß es in den Kreisen.

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