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08.12.2012

10:38 Uhr

Sparmaßnahmen

Gigaset setzt Stellenabbau schneller um als geplant

Der Telefonhersteller will bis Ende 2013 mehr als 300 Jobs streichen, die meisten davon in Deutschland. Eine Transfergesellschaft soll den Mitarbeitern das Ausscheiden aus dem Unternehmen erleichtern.

Gigaset will den Stellenabbau schneller umsetzen als geplant. dapd

Gigaset will den Stellenabbau schneller umsetzen als geplant.

MünchenDer Telefonhersteller Gigaset setzt die geplanten Stellenkürzungen schneller um als geplant. Unternehmensführung und Betriebsrat hätten sich innerhalb von acht Wochen geeinigt, sagte ein Gigaset-Sprecher der Nachrichtenagentur dapd. Bis Ende 2013 sollen demnach 309 der knapp 1.700 Stellen wegfallen, 279 davon in Deutschland.

Die ersten betroffenen Mitarbeiter seien bereits im November ausgeschieden. Weitere sollen in den kommenden Monaten folgen. Das Unternehmen richtete eine Transfergesellschaft ein, in der die Mitarbeiter weiter qualifiziert werden sollen und bis zu einem Jahr einen Großteil des letzten Gehalts bekommen.

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Gigaset hat mit seinen Arbeitnehmern eine Einigung über den Stellenabbau erzielt.

Im Werk in Bocholt sollen 207 der 1.200 Stellen wegfallen. Bis 1. April 2013 gilt für Bocholt noch eine Standort- und Arbeitsplatzgarantie. In München will Gigaset 72 von 140 Stellen abbauen. Im Gegenzug startet das Unternehmen Anfang 2013 in Düsseldorf ein neues Produktionszentrum mit 50 Arbeitsplätzen. Vertrieb und AG sollen in München bleiben.

„Wir kommen mit der Umsetzung unseres ambitionierten Kosten- und Effizienzprogramms noch schneller voran, als wir uns vorgenommen haben“, sagte der Vorstandsvorsitzende Charles Fränkl der dapd. Bereits 2013 spare das Unternehmen dadurch knapp zwölf Millionen Euro ein. Später sollen es jährlich 30 Millionen Euro im Jahr sein.

Wegen der gesunkenen Nachfrage nach Schnurlostelefonen hatte Gigaset von Juli bis September einen Fehlbetrag von 15 Millionen Euro erwirtschaftet. Das erste Halbjahr 2012 war noch mit einer schwarzen Null abgeschlossen worden. Fränkl wies auf den schrumpfenden Gesamtmarkt hin.

Von

dapd

Kommentare (1)

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RuthHenne

31.12.2012, 22:23 Uhr

Ich habe gerade einen weiteren Versuch mit einem sehr teuren Gigaset-Produkt gemacht. Schon wieder fabrikneuer Elektroschrott.
Seit Jahren folgt eine Enttäuschung auf die Andere. Ich sehe keine Daseinsberechtigung mehr.

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