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09.04.2013

10:18 Uhr

Sparsam und günstig

Hewlett Packard setzt auf neue Server-Technologie

Online-Netzwerke, Cloud-Dienste und Big-Data-Anwendungen fressen viel Speicher. Hewlett Packard möchte nun mit einer sparsameren und günstigeren Servergeneration punkten. Doch der Markt ist hart umkämpft.

Frankreich-Zentrale von HP. Der Computerhersteller will mit neuen Servern punkten. Reuters

Frankreich-Zentrale von HP. Der Computerhersteller will mit neuen Servern punkten.

Palo AltoDer schwächelnde Computer-Riese Hewlett-Packard will sich mit einer sparsamen neuen Server-Generation zurückmelden. Die Rechner mit der Bezeichnung Moonshot (Mondflug) verbrauchten 89 Prozent weniger Energie und kosteten dabei 77 Prozent weniger als „traditionelle Server“, erklärte HP am Montag auf Grundlage eigener Berechnungen. Die Geräte sollen in Rechenzentren Daten aus Online-Netzwerken, Cloud-Diensten oder Big-Data-Anwendungen zur Auswertung großer Mengen an Informationen umschlagen.

Der neue Server von HP trifft allerdings auf einen schwierigen Markt. Große Internet-Unternehmen wie Facebook setzen auf eigene Entwicklungen. Der Konkurrent IBM brachte jüngst eine effizientere neue Server-Generation auf den Markt. Außerdem versucht Oracle mit seinen Sun-Servern zu punkten.

PC-Markt Deutschland

Nicht gut in Form

Der PC-Markt in Deutschland ist umkämpft. Der Absatz ist im dritten Quartal 2012 um 19 Prozent auf 2,68 Millionen Computer gesunken, wie das auf IT-Themen spezialisierte Marktforschungsunternehmen Gartner ermittelt hat. Belebung könnte allerdings die Markteinführung des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows 8 gebracht haben – diese schlägt sich in den Zahlen noch nicht nieder.

Nummer 1: Lenovo

Die Nummer 1 in Deutschland ist Lenovo. Das chinesische Unternehmen verkaufte zwischen Juli und September 421.000 Geräte, ähnlich viele wie im Vorjahreszeitraum. Da der Markt schrumpfte, konnte Lenovo seinen Anteil damit auf 15,8 Prozent steigern.

Nummer 2: Acer

Acer musste massive Einbußen von mehr als 11 Prozent hinnehmen, verzeichnet aber trotzdem mit 14,7 Prozent etwas mehr Marktanteil als noch vor einem Jahr. 392.000 Geräte verkaufte das taiwanische Unternehmen in Deutschland.

Nummer 3: Hewlett-Packard

Noch bitterer lief es für Hewlett-Packard, einst die Nummer 1 im PC-Markt: Der US-Hersteller verkaufte im dritten Quartal nur noch 336.000 PCs, fast ein Drittel weniger als im Vorjahr. Der Marktanteil schrumpfte auf 12,6 Prozent.

Nummer 4: Dell

Dell verkaufte 206.000 PCs, rund 35.000 weniger als im dritten Quartal des Vorjahres – da andere Hersteller größere Einbußen hatten, stieg der Marktanteil damit aber leicht auf 7,7 Prozent.

Nummer 5: Asus

Ein besonders schlechtes Jahr hatte Asus: Der Absatz brach um 37,8 Prozent auf 196.000 Geräte ein. Marktanteil: 7,3 Prozent.

Das Server-Geschäft macht rund ein Viertel der HP-Umsätze aus, den Großteil bringen nach wie vor die Notebooks und Desktop-Computer. Der PC-Absatz geht jedoch schnell zurück, weil die Kunden lieber zu Smartphones und Tablets greifen.

Von

dpa

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