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02.05.2015

03:26 Uhr

Spekulationen über US-Rivalen

SAP bestreitet Interesse an Salesforce

Während die Spekulationen über den möglichen Kauf SAPs des US-Rivalen Salesforce hochkochen, dementiert der Walldorfer Weltmarktführer. Im Raum bleiben damit andere mögliche Interessenten.

SAP wies Spekulationen über ein Interesse an Salesforce zurück. dpa

SAP wies Spekulationen über ein Interesse an Salesforce zurück.

San FranciscoSAP ist Spekulationen über ein Interesse an dem US-Konkurrenten Salesforce entgegengetreten. An Andeutungen, SAP erwäge oder habe einen Kauf von Salesforce erwogen, sei nichts dran, teilte ein SAP-Sprecher am Freitag in einer E-Mail mit.

In einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg war zuvor davon die Rede, dass der Walldorfer Weltmarktführer für Unternehmenssoftware mit dem größten Anbieter von Cloud-Software für Firmen im vergangenen Jahr über strategische Allianzen gesprochen habe. Das Geschäft mit Cloud-Software, die zur Miete über das Internet angeboten wird statt über Lizenzverkäufe, gilt als zukunftsträchtig.

Große SAP-Übernahmen

2007 - Business Objects

2007 übernehmen die Deutschen den französischen Softwarehersteller Business Objects für 4,8 Milliarden Euro. SAP kauft sich damit Analyse-Software, die Daten aus einzelnen Geschäftsbereichen von Unternehmen auswertet - und ist inzwischen Marktführer.

2010 - Sybase

Den Datenbankspezialisten Sybase übernimmt SAP im Jahr 2010 für 5,8 Milliarden Dollar und erwirbt damit Expertise für den Mobilfunkmarkt. Mit Hilfe der Sybase-Plattform lassen sich die SAP-Programme leichter auf Smartphones und Tablets spielen. Die Software von Sybase stellt außerdem den Grundstock für das wachsende Datenbankgeschäft von SAP.

2012 - Ariba

Mit der Handelsplattform Ariba, die SAP ebenfalls 2012 für 4,3 Milliarden Dollar übernahm, sicherte sich der Softwarekonzern weitere Fähigkeiten. Ariba ist nicht nur eine Art Ebay für Unternehmen. Die Firma verkauft auch Software - zum Beispiel Programme, mit deren Hilfe Firmen ihren Lieferanten digitale Rechnungen stellen können.

2012 - Successfactors

2012 geht SAP die Übernahme von Successfactors für 3,4 Milliarden Dollar an. Software, die nicht mehr auf Firmenservern lagert, sondern nach Bedarf „on Demand“ über das Internet abgerufen wird, ist bereits heute ein Milliardenmarkt

2014 - Concur

Im September 2014 kauft SAP das Unternehmen Concur, um sein wachsendes Cloud-Geschäft weiter auszubauen. Concur ist ein US-Anbieter von Firmensoftware für Reisemanagement und Reisekostenabwicklung. Der Preis von umgerechnet rund 6,5 Milliarden Euro bedeutet: Es ist die teuerste Übernahme in der Geschichte SAPs.

Die Agentur hatte erst kürzlich gemeldet, dass Salesforce eine Übernahmeofferte erhalten habe. Ein konkreter Interessent wurde nicht genannt. Der Käufer müsste allerdings sehr finanzstark sein, denn Salesforce war an der Börse zuletzt knapp 50 Milliarden Dollar wert. Als mögliche Interessenten infrage kommen könnten die amerikanischen SAP-Konkurrenten Oracle und IBM sowie der US-Softwaregigant Microsoft. SAP hatte erst im vergangenen Jahr die größte Übernahme der Firmengeschichte gestemmt und für den Dienstreisenspezialisten Concur sechs Milliarden Euro gezahlt.

Von

rtr

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