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23.03.2006

15:30 Uhr

Spiele-PC-Hersteller

Dell schnappt sich Alienware

Der weltgrößte Computerhersteller Dell baut sein Privatkundengeschäft mit einer Übernahme aus: Er kauft den erfolgreichen Spiele-PC-Spezialisten Alienware. Finanzielle Details nannte Dell nicht.

Ein Alienware-Mitarbeiter verpackt Computer für den Versand. Foto: ap

Ein Alienware-Mitarbeiter verpackt Computer für den Versand. Foto: ap

su NEW YORK. Damit erweitert Dell sein Angebot in einer kleinen, aber einträglichen Nische. Spiele-PCs sind üblicherweise ausgestattet mit leistungsstärkeren Prozessoren und Grafikkarten sowie höheren Speicherkapazitäten als herkömmliche Computer – und die Fans sind bereit, deutlich mehr dafür zu zahlen als der durchschnittliche Geschäftskunde. Alienware verkauft seine Geräte im Durchschnitt für 3000 bis 4000 Dollar pro Stück. Die Anbieter in dieser Nische wie Alienware, Voodoo PC und Falcon Northwest wachsen schnell.

Für Dell bedeutet die Übernahme einen Strategiewechsel. Bisher hatte sich der Konzern vor allem auf organisches Wachstum konzentriert, selten eine Firma gekauft. Außerdem verkauft der Konzern seine Produkte hauptsächlich an Firmenkunden. Nur 15 Prozent setzt das Unternehmen mit Privatkunden um.

Das soll sich nun offenbar ändern. „Dell signalisiert mit der Übernahme, dass die Privatkundeen-Strategie nicht so gut funktioniert, wie das Management gehofft hat“, sagte Shaw Wo, Analyst bei American Technology Research, der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Alienware ist eine der am schnellsten wachsenden Firmen im Privatkundenbereich, und durch die Übernahme füllt Dell ein Loch in seinem Portfolio.“

2001 hatte Dell eine eigene High-End-Serie von Computern auf den Markt gebracht, die für Computer-Spieler und Multimedia-Fans gedacht ist. Mit dem Verkauf des jüngsten Modells der so genannten XPS-Reihe, dem XPS 600 Renegade, hat Dell in den USA gerade begonnen. Das Schmuckstück mit Flammenoptik, vier Nvidia-Grafikprozessoren auf einer Karte und einem hochauflösenden LCD-Monitor kostet knapp 10 000 Dollar.

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