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30.10.2013

00:09 Uhr

Spiele-Riese

Electronic Arts schreibt erneut rote Zahlen

Das Unternehmen hinter Computerspielen wie „The Sims“ hat wieder rote Zahlen vorgelegt. Mit Blick auf ein lukratives Weihnachtsgeschäft hob Electronic Arts die Gewinnprognose für das Geschäftsjahr aber an.

Computerspiele wie  „The Sims“ kommen bei den Fans gut an, doch die Konkurrenz ist groß. Der Anbieter Electronic Arts hofft nun auf ein gutes Weihnachtsgeschäft. Reuters

Computerspiele wie „The Sims“ kommen bei den Fans gut an, doch die Konkurrenz ist groß. Der Anbieter Electronic Arts hofft nun auf ein gutes Weihnachtsgeschäft.

Der Computerspiele-Anbieter Electronic Arts hat im vergangenen Quartal erneut rote Zahlen geschrieben. In dem Ende September abgeschlossenen Geschäftsquartal gab es ein Minus von 273 Millionen Dollar. Ein Jahr zuvor hatte der Verlust noch 381 Millionen Dollar betragen. Der Umsatz sank leicht von 711 auf 695 Millionen Dollar, wie das Unternehmen nach US-Börsenschluss am Dienstag mitteilte.

In Erwartung eines guten Geschäfts mit Games für neue Spielekonsolen im Weihnachtsgeschäft hob Electronic Arts die Gewinnprognose für das gesamte Geschäftsjahr an. Das Unternehmen rechnet jetzt mit einem bereinigten Ergebnis von 1,25 Dollar pro Aktie statt zuvor 1,20 Dollar. In den kommenden Wochen steht ein Duell der neuen Konsolen an: Sony bringt seine Playstation 4 auf den Markt und Microsoft seine Xbox One.

Geschäftsmodelle der Spielebranche

Verkauf

Ein Entwickler arbeitet Monate oder Jahre an einem Spiel. Wenn es fertig ist, wird es zu einem festen Preis auf den Markt gebracht. Nach wie vor setzen viele Anbieter auf den klassischen Verkauf, ob Einzelkämpfer, die eine iPhone-App programmieren, oder große Studios mit Produktionen im Hollywood-Stil. Ob die Nutzer ins Geschäft gehen oder sich den Titel herunterladen, spielt dabei keine Rolle.

Abo-Modelle

Jede Stunde oder jeder Monat kostet – nach diesem Prinzip rechnen die Anbieter von Abo-Spielen ab. Wenn sie einen treuen Stamm von Spielern an sich binden können, schaffen sie einen stetigen Umsatzstrom. Dafür müssen sie allerdings auch ständig etwas Neues bieten, sonst sind die zahlenden Kunden weg. „World of Warcraft“ ist der Prototyp dieses Geschäftsmodells.

Free To Play

Das Spiel an sich ist gratis, aber die Extras kosten. Die Anbieter von Free-to-play-Spielen verdienen ihr Geld mit virtuellen Zauberstäben, Raumschiffen oder Rüstungen. Obwohl nur ein Bruchteil der Nutzer zahlt, kann das lukrativ sein. Da die Einstiegshürde niedrig ist, gewinnen die Anbieter viele Gelegenheitsspieler. Vorreiter sind Unternehmen wie Zynga und Bigpoint, doch auch viele Branchen-Dinos setzen inzwischen auf dieses Modell.

Werbung

Bandenwerbung im Fußballstadion, Aufkleber auf Rennwagen, gesponsorte Figuren: Computerspiele sind eine Plattform für Reklame. Der Anteil am Gesamtumsatz der Branche ist allerdings noch klein.

Crowdfunding

Wer keinen großen Geldgeber findet, fragt einfach viele Kleininvestoren. Beim Crowdfunding – der Schwarmfinanzierung – versorgen sich Unternehmen über Plattformen wie Kickstarter mit Kapital; Nutzer können kleine Beträge zur Verfügung stellen und bekommen im Gegenzug das fertige Produkt oder Extras.

Electronic Arts steckt hinter Spielen wie „The Sims“, „Need for Speed“ oder den Sport-Games „NFL“, „NHL“ und „FIFA“. Wie andere in der Branche setzt EA inzwischen auch verstärkt auf das Geschäft mit Online-Spielen.

Von

dpa

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