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30.04.2014

07:55 Uhr

Spielekonsolen

Microsoft bringt Xbox One nach China

Auftakt für ein neues Wettrennen um Spielekunden auf dem chinesischem Markt: Microsoft wird die Xbox One auf den Riesenmarkt China bringen. Erstmal ist der Verkauf offiziell genehmigt. Es herrscht Pionierstimmung.

Bald auch in China offiziell erhältlich: Xbox One. Reuters

Bald auch in China offiziell erhältlich: Xbox One.

RedmondMicrosoft wird seine neue Spielekonsole Xbox One auf den noch unerschlossenen Riesenmarkt China bringen. Der Start sei für September geplant, schrieb Xbox-Manager Yusuf Mehdi in einem Blogeintrag am Dienstag (Ortszeit). In China waren Spielekonsolen lange verboten, zuletzt wurde die Blockade auf Zeit und mit Vorbehalten aufgehoben. Zudem sollen Spiele zum Beispiel mit Gewalt-Darstellung zensiert werden.

In den vergangenen Jahren waren zwar immer wieder Konsolen und Spiele über Umwege nach China gelangt. Aber erst jetzt können die großen Anbieter Sony, Microsoft und Nintendo den Markt legal ins Visier nehmen. Microsoft will seine neue Xbox über ein Gemeinschaftsunternehmen mit der chinesischen Medienfirma BesTV vertreiben.

Xbox One im Überblick

Nach 360 kommt One

Die Xbox One ist die Nachfolgerin der Xbox 360, die vor acht Jahren auf den Markt gekommen war. Microsoft stellte das Gerät im März vor.

Konkurrenz zu Sony

Hauptkonkurrent ist die Playstation 4 von Sony, die mit einer ähnlichen Rechenleistung aufwartet und eine ähnliche Zielgruppe anspricht: die sogenannten Hardcore-Gamer.

Bewegungssteuerung inklusive

Die Bewegungs- und Sprachsteuerung Kinect ist im Preis von rund 500 Euro bereits inbegriffen.

Verbesserter Controller

Äußerlich sieht der Controller dem Vorgänger ähnlich, er soll aber mehr als 40 Verbesserungen enthalten. Mehr als 100 Millionen Dollar hat die Entwicklung angeblich verschlungen.

Gewöhnliche Prozessoren

In beiden neuen Konsolen kommen herkömmliche PC-Prozessoren zum Einsatz – auf teure Eigenentwicklungen verzichteten die Hersteller dieses Mal. Das erleichtert Programmierern die Arbeit und gibt Spielraum für Preissenkungen.

Internet auf dem Fernseher

Microsoft bezeichnet die Xbox One als Entertainment-Plattform: Nutzer können damit nicht nur spielen, sondern auch Videos anschauen und Online-Dienste nutzen. So sind ein Browser und der Videotelefonie-Dienst Skype an Bord.

Diskussionen über Datenschutz

Einige neue Funktionen haben die Xbox One in den Fokus von Datenschützern gerückt. Ein zunächst verkündeter Online-Zwang und die Ankündigung, Mikrofon und Kameras seien nicht abschaltbar, löste bei Nutzern und Datenschützern Empörung über die „Schnüffelbox“ aus. Microsoft ruderte inzwischen zurück.

Der sich öffnende Markt ist gewaltig: Mehdi sprach von nahezu einer halben Milliarde Gamer in China. Microsoft verkaufte bisher von der zum Weihnachtsgeschäft gestarteten Xbox One rund fünf Millionen Geräte.

Von

dpa

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