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08.05.2014

00:19 Uhr

Sportereignis

„Super Bowl“ lässt bei Murdoch Kassen klingeln

Das gigantische Medien- und Sportereignis hat die Werbeeinnahmen bei Rupert Murdochs Imperium stark erhöht. Auch der Gewinn hätte sich fast verdoppelt – wäre da nicht ein Zukauf in Deutschland.

Das „Super Bowl“-Studio von FOX: Über 111 Millionen haben zugeschaut – ein Rekord. AFP

Das „Super Bowl“-Studio von FOX: Über 111 Millionen haben zugeschaut – ein Rekord.

Die üppigen Werbeeinnahmen beim „Super Bowl“ haben die Kasse von Medienmogul Rupert Murdoch gefüllt. Der von ihm kontrollierte Konzern 21st Century Fox verbesserte seinen Umsatz im dritten Geschäftsquartal von Januar bis März um 12 Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar (5,9 Mrd Euro).

Grund war das allgemein gut laufende Fernsehgeschäft. Die Aktie stieg am Mittwoch nachbörslich um 4 Prozent.

Marktanteile der TV-Sender

Platz 1: ZDF

Das ZDF hatte 2013 einen Marktanteil von 12,8 Prozent.

Platz 2: ARD

Die ARD kommt auf 12 Prozent Marktanteil, bei der jungen Zielgruppe erreicht der Senderverbund eine Einschaltquote von 6,3 Prozent.

Platz 3: RTL

RTL hat mit einem Marktanteil von 10,4 Prozent insgesamt weniger Reichweite als ARD und ZDF, liegt aber bei den jungen Zuschauern mit 13,3 Prozent vorn.

Platz 3: Sat 1

Sat 1 hat 8,3 Prozent Marktanteil, bei den 14- bis 49-Jährigen mit 9,2 Prozent etwas mehr.

Platz 4: Pro Sieben

Ähnlich wie RTL ist Pro Sieben vor allem bei den jüngeren Zuschauern beliebt: 5,5 Prozent Marktanteil insgesamt, 11,2 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

Platz 5: Vox

Vox hat 5,3 Prozent Marktanteil (7,3 Prozent bei den Jüngeren). Der Sender gehört zur RTL-Gruppe.

Murdochs Flaggschiff Fox hatte das Finale der American Football League NFL übertragen und damit 111,5 Millionen Zuschauer in den USA erreicht. Es sei der am meisten gesehene „Super Bowl“ aller Zeiten gewesen, erklärte Murdoch am Firmensitz in New York.

Die Begeisterung der Zuschauer schlägt sich in astronomischen Werbepreisen nieder: Ein 30-Sekunden-Spot kostete 4 Millionen Dollar.

Trotz Erfolg weniger Profit

Allerdings konnte auch dies nicht verhindern, dass der Gewinn fiel, und zwar von 2,9 Milliarden auf 1,1 Milliarden Dollar.

Der Einbruch lag darin begründet, dass Murdoch die Mehrheit am Bezahlsender Sky Deutschland übernommen hatte und dies im Vorjahreszeitraum bilanztechnisch zu einem ungewöhnlich hohen Gewinn führte. Ohne Sondereffekte sei der Gewinn um 45 Prozent gestiegen, rechnete Murdoch vor.

Neben Fernsehsendern gehört auch das Filmstudio 20th Century Fox zum Konzern. Dagegen hatte Murdoch die Zeitungen und Bücher in die Schwestergesellschaft News Corp. abgespalten. Dies geschah vor dem Hintergrund der Abwanderung von Anzeigenkunden und Lesern ins Internet. Murdoch und seine Familie ist bei beiden Unternehmen der Mehrheitseigner. Die News Corp. wollte am Donnerstag im späteren Tagesverlauf Geschäftszahlen vorlegen.

Von

dpa

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