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14.04.2013

17:23 Uhr

Spot für Facebook Home

Mark Zuckerberg und die Ziege

Der neue Dienst Facebook Home ist für das soziale Netzwerk nicht ganz unwichtig. Denn damit wird ein Android-Handy im Handumdrehen zu einem Facebook-Phone. Gründer Mark Zuckerberg stellt sich dafür sogar einer Ziege.

Facebook-Grüner Mark Zuckerberg: Lässt für seine Projekte einiges über sich ergehen. Reuters

Facebook-Grüner Mark Zuckerberg: Lässt für seine Projekte einiges über sich ergehen.

BerlinFür Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (28) ist der Start des neuen Dienstes Facebook Home so wichtig, dass er sich dafür in einem Werbespot auch von einer Ziege anmeckern lässt. Der am Wochenende veröffentlichte Clip soll die Idee vermitteln, dass man sich mit Facebook Home die Erlebnisse seiner Freunde in den Alltag holen kann.

Als Zuckerberg vor seinen Mitarbeitern eine langweilige Ansprache über die neue App hält, spielt ein Kollege damit herum. Nachdem zunächst für kurze Zeit eine Ziege neben dem Facebook-Gründer auftaucht, verwandelt sich das Büro auch in eine Kart-Bahn und in ein Schwimmbad.

Facebook in Zahlen

Transparenz dank Börsengang

Facebook war lange verschwiegen, wenn es um die Geschäftszahlen ging. Das hat sich mit dem Börsengang im Mai 2012 geändert – nun muss das Unternehmen die Börsianer genau informieren. Die Dokumente offenbaren zudem einen Blick in die ersten Jahre des Sozialen Netzwerks. Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick.

Schon früh profitabel

In den ersten Jahren verlor Facebook zwar Geld – wie fast alle Startups. Doch schon 2009 erreichte das Unternehmen mit einem Gewinn von 229 Millionen Dollar die schwarzen Zahlen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr machte Facebook 7,9 Milliarden Dollar Umsatz aus Werbung und Online-Spielen und verdienten 1,5 Milliarden Dollar Gewinn. Damit hängt das Netzwerk Internet-Urgesteine wie AOL und Yahoo längst ab.

Werbung als wichtigste Geldquelle

Facebook macht sein Geld vor allem mit Werbung. Zuletzt lag der Anteil bei rund 90 Prozent. Der Rest resultiert vor allem daraus, dass Facebook an den Einnahmen aus Online-Spielen beteiligt wird. Im ersten Quartal 2014 schnellte der Umsatz um 72 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar hoch, der Gewinn verdreifachte sich auf 642 Millionen Dollar.

Beispielloses Wachstum

Facebook hat ein beispielloses Wachstum hinter sich: Binnen zehn Jahren ist die Zahl der aktiven Nutzer auf 1,28 Milliarden gewachsen, das entspricht grob der Hälfte der globalen Internet-Population.

Zuckerberg hat die Kontrolle

Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg hat Facebook auch nach dem Börsengang fest im Griff. Er hält Aktien der Klasse B, die zehn Stimmen haben, während Anleger beim Börsengang nur A-Klasse-Aktien mit einer Stimme bekommen haben.

Dominant in aller Welt

Fast die ganze Welt ist blau: In beinahe allen Ländern ist Facebook das größte Soziale Netzwerk – nennenswerte Ausnahmen sind Russland und China, wo lokale Unternehmen dominieren.

Keine Chance für StudiVZ

Auch wenn StudiVZ lange vorne lag, ist Facebook in Deutschland inzwischen die unangefochtene Nummer 1. Nach jüngsten Schätzungen des Portals allfacebook.com hat Facebook hierzulande 27 Millionen aktive Mitglieder.

Riese Datenmengen

Facebook ist ein Daten-Riese: Das Soziale Netzwerk verarbeitet (nach Zahlen aus dem August) jeden Tag mehr als 500 Terabyte. Einen großen Teil machen die 300 Millionen Bilder aus, die die Nutzer hochladen.

Für Facebook ist es besonders wichtig, noch mehr Werbung auf Smartphones und Tablets zu verkaufen: Denn immer mehr Nutzer greifen von mobilen Geräten aus auf den Dienst zu. Facebook Home kann ein Smartphone mit dem Google-Betriebssystem Android in ein Facebook-Handy verwandeln.

So kann man sich statt des Sperr-Bildschirms Neuigkeiten von seinen Facebook-Freunden anzeigen lassen. Mit der Zeit soll dazwischen auch Werbung eingeblendet werden. Facebook Home startete am Freitag zunächst für wenige neue Smartphone-Modelle.

Von

dpa

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