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17.06.2014

12:28 Uhr

Spracherkennungsprogramm

Siri-Hersteller Nuance verhandelt mit Samsung

Die Kunden lesen sich wie das „Who is Who“ der Industrie: Apple, Samsung, Daimler – sie alle setzen auf die Spracherkennung von Nuance. Nun steht das Unternehmen in Verkaufsverhandlungen. Auch mit einem der Kunden.

Samsung verhandelt mit dem Spracherkennungsunternehmen Nuance über einen möglichen Verkauf. Reuters

Samsung verhandelt mit dem Spracherkennungsunternehmen Nuance über einen möglichen Verkauf.

New YorkDer Spracherkennungs-Spezialist Nuance mit Kunden wie Apple, Samsung oder Daimler erwägt laut einem Zeitungsbericht einen Verkauf. Es habe Gespräche mit mehreren Interessenten gegeben, darunter seien Samsung und mehrere Finanzinvestoren gewesen, schrieb das „Wall Street Journal“ in der Nacht zum Dienstag. Das Interesse von Samsung könnte Apple auf den Plan rufen: Nuance-Technik steckt hinter dem Sprachassistenten Siri des iPhone-Konzerns.

Der aktuelle Stand der Verhandlungen sei unklar, schränkte die Zeitung ein. Einige Gespräche habe es bereits früher in diesem Jahr gegeben. Nuance bietet seine Technologie zur Erkennung menschlicher Sprache sowohl Unternehmen zum Einsatz in Geräten oder auch Call-Centern als auch Verbrauchern an.

Die Geschichte von Samsung

Konzern mit langer Geschichte

Smartphones, Fernseher, Computer, Kameras, und und und: Samsung ist einer der größten Elektronikhersteller der Welt. Die Geschichte des südkoreanischen Mischkonzerns begann Ende der 30er Jahre.

Trockennahrung und Getreidemühlen

Den Grundstein des Konzerns legte der Südkoreaner Lee Byung Chul bereits 1938 mit gerade einmal 25 US-Dollar in der Tasche. Er verkaufte Trockennahrung nach China. Nur ein Jahrzehnt später hatte sein anfangs kleines Unternehmen bereits eigene Getreidemühlen und Maschinen zur Herstellung von Konfekt.

Umzug im Korea-Krieg

Während des Koreakrieges (1950-53) musste Lee Byung Chul die Hauptstadt Seoul verlassen, in Busan eröffnete er eine Zuckerraffinerie. Nach dem Krieg gründete er auch eine Textilienfirma und baute eine Fabrik.

Lebensversicherungen

1963 kauft das Unternehmen die Dongbang Lebensversicherungen auf und macht sie zur heutigen Samsung Lebensversicherung. Die Tochtergesellschaft ist größter Versicherer in Südkorea.

Fernseher und Kühlschränke

Ende der 1960er Jahre fängt Samsung an, Elektronik zu produzieren. So kommt 1970 ein Schwarz-Weiß-Fernseher auf den Markt. Vier Jahre später erweitert der Konzern seine Palette um Waschmaschinen und Kühlschränke.

Telekommunikationsausrüstung

1980 übernahm Samsung einen Hersteller von Telekommunikationsausrüstung – die Grundlage für das heutige Handygeschäft.

Generationswechsel und Umstrukturierung

Nach dem Tod von Firmengründer Lee Byung Chul 1987 übernimmt dessen Sohn Lee Kun Hee die Geschäfte. Er teilte den Konzern in vier Gruppen, darunter die heute so bekannte Elektroniksparte.

Autotelefone und Smartphones

In den 1980er Jahren brachte Samsung erste Autotelefone heraus. In den 1990er Jahren verkaufte der Konzern Handys, seit den 2000er Jahren auch Smartphones. Inzwischen ist Samsung der größte Anbieter in diesem Segment, noch vor Apple und Nokia.

Tablet-Computer und intelligente Uhren

Apple hat mit dem iPad den Tablet-Markt geschaffen, Samsung macht dem kalifornischen Konzern mit seinen Galaxy-Tab-Geräten aber inzwischen enorm Konkurrenz. Außerdem hat der südkoreanische Hersteller mit der Galaxy Gear eine Smartwatch herausgebracht.

Von

dpa

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