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07.07.2015

16:11 Uhr

Springer benennt TV-Sender um

Aus N24 wird „Welt“

2014 übernahm der Axel-Springer-Verlag den Nachrichtensender N24 – nun soll dessen Name schrittweise verschwinden. Die Springer-Zeitung „Welt“ soll künftig als Dachmarke für „digitalen Qualitätsjournalismus“ dienen.

Anfang 2014 übernahm der Axel-Springer-Verlag den Nachrichtensender N24. Nun soll dieser unter der Flagge der Springer-Tageszeitung „Welt“ senden. dpa

Axel Springer will N24 übernehmen

Anfang 2014 übernahm der Axel-Springer-Verlag den Nachrichtensender N24. Nun soll dieser unter der Flagge der Springer-Tageszeitung „Welt“ senden.

BerlinAus N24 wird „Welt“. Der Nachrichtensender soll Schritt für Schritt seinen Namen wechseln, um die Marke der Welt-Gruppe einheitlich nach außen darzustellen. Das teilte die Axel-Springer-Tochter am Dienstag in Berlin mit. „Alle journalistischen Angebote der ‚Welt‘ und von N24 im Web, in Print und im TV tragen in Zukunft ‚Welt‘ im Namen. Das heißt: Künftig wird auch N24 ‚Welt‘ heißen“, erläuterte eine Sprecherin. Eine „Annäherung der Erscheinungsbilder“ beginne noch dieses Jahr.

„Ziel ist es, digitales Leitmedium für Qualitätsjournalismus zu werden“, so die Sprecherin. „Das gemeinsame Markendach ist dafür eine wichtige Voraussetzung. Die Einführung soll schrittweise über einen längeren Zeitraum erfolgen, um Loyalität und Vertrauen von Lesern, Zuschauern und Werbepartner aufzubauen.“

Springers digitales Geschäft

Ehrgeizige Ziele

2012 verdiente der Springer-Konzern erstmals mehr mit seinem Digital-Geschäft als mit Print. In den ersten drei Quartal des laufenden Geschäftsjahres erreichten die digitalen Erlöse knapp 40 Prozent. Unter dem Dach des Medienkonzerns gibt es nicht nur die Online-Ableger der klassischen Printprodukte. Ein Überblick.

Zeitungen und Magazine im Netz

Die digitalen Ableger von Springers Printprodukten sind stark. Bild.de ist die meistgeklickte Nachrichtenseite Deutschlands, rund 12 Millionen Nutzer rufen die Seite pro Monat auf. Auch Computerbild.de und Welt Online zählen zu den beliebtesten journalistischen Angeboten im Netz.

Blog für Gründerszene

Im Juni 2014 übernahm Springer die Firma Vertical Media, die vor allem für das Blog Gründerszene.de bekannt ist. Zu ihr gehören auch die englischsprachige Webseite Venture Village, eine Jobbörse und mehrere Veranstaltungsreihen.

Vergleichs- und Rubrikenportale

Springer verfügt über zahlreiche Serviceportale zu unterschiedlichen Themen – etwa den Preisvergleich Idealo oder den Online-Prospektedienst Kaufda, der die Angebote regionaler Geschäfte zusammenfasst. Auch Autokäufer hat das Berliner Verlagshaus mit seiner 50-prozentigen Beteiligung an autohaus24.de auf dem Radar.

Schwerpunkt Immobilien und Karriere

Springers digitales Geschäft beschränkt sich nicht nur auf Deutschland. Mit Seloger besitzen die Berliner Frankreichs führendes Immobilienportal, in Deutschland betreibt Springer das Immobilienportal Immonet. Im vergangenen Jahr übernahm Recruiting-Portal und Springer-Tochter Stepstone den britischen Konkurrenten Totaljobs.

Marketing-Unternehmen im Portfolio

Das Verlagshaus ist mehrheitlich an Zanox beteiligt. Das Unternehmen ist auf erfolgsbasiertes Online-Marketing spezialisiert. Der Werbekunde zahlt hierbei nur, wenn der Verbraucher tatsächlich etwas kauft. 2012 setzte Zanox 457 Millionen Euro um.

Damit werde ein Integrationsprozess fortgesetzt, wie es in der Mitteilung weiter hieß. „Nachdem zu Jahresbeginn Welt und N24 in einer eigenen Gesellschaft zusammengeführt wurden und Redaktion sowie kaufmännische Bereiche schon intensiv an übergreifenden Themen arbeiten, werden nun die Angebote und Produkte unter einem Markendach vereint.“ N24 hatte 2014 im Schnitt 1 Prozent Zuschaueranteil.

Von

dpa

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