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09.10.2013

14:09 Uhr

Springer-Rivale

Schibsted hat Probleme im Online-Geschäft

Der norwegische Medienkonzern Schibstedt sieht in Spanien und Frankreich Probleme mit seinen Online-Portalen voraus und stellt seine Aktionäre auf eine Wachstumsdelle ein. Diese reagierten rasch und deutlich.

Eine junge Frau am Laptop: Schibstedt hat Probleme mit seinen Online-Auftritten. ASSOCIATED PRESS

Eine junge Frau am Laptop: Schibstedt hat Probleme mit seinen Online-Auftritten.

OsloDer norwegische Springer-Konkurrent Schibsted stellt sich auf eine Wachstumsdelle im Geschäft mit Online-Portalen ein. Wegen Problemen auf den Schlüsselmärkten in Spanien und Frankreich könne es kurzfristig Schwierigkeiten geben, teilte der Konzern mit. Mittelfristig werde aber am Ziel von 15 bis 20 Prozent Umsatzplus pro Jahr im Online-Rubriken-Bereich festgehalten.

Am Aktienmarkt kam die Vorsicht überhaupt nicht gut an: Das Schibsted-Papier brach um fast zehn Prozent ein. Allerdings hatte die Aktie erst am Dienstag ein Rekordhoch erreicht. Der Kurs ist innerhalb der vergangenen zwölf Monate um 50 Prozent gestiegen.

Schibsted gilt wie Springer als Vorreiter bei der Restrukturierung des Mediengeschäfts und dem Aufbau neuer Standbeine im digitalen Sektor mit Anzeigen-Portalen und Online-Vermarktungsdiensten. Vorsichtig sind die Norweger nun vor allem für ihre beliebte französische Online-Seite Leboncoin, auf der es neben Immobilien auch Autos, Elektronik-Artikel und Büromöbel zu kaufen gibt. Kurzfristig könne sich das Wachstum abschwächen, hieß es.

Die größten Medienkonzerne der Welt (nach Umsatz 2012)

Comcast/NBC, LLC

48,7 Milliarden Euro

Google

39,1 Milliarden Euro

Walt Disney

32,9 Milliarden Euro

News Corp.

26,2 Milliarden Euro

Time Warner

22,4 Milliarden Euro

Viacom/CBS Corp.

22,4 Milliarden Euro

Sony Entertainment

16,8 Milliarden Euro

Bertelsmann

16,1 Milliarden Euro

Vivendi

13,3 Milliarden Euro

Dish Network Corp.

11,1 Milliarden Euro

Rang 11 bis 20

Cox Enterprises 10,6 Milliarden Euro

Thomson Reuters 10 Milliarden Euro

Rogers Comm. 9,7 Milliarden Euro

Liberty Media Corp. 9,4 Milliarden Euro

Reed Elsevier 7,5 Milliarden Euro

Pearson 7,5 Milliarden Euro

Lagardère Media 7,4 Milliarden Euro

Nippon Hoso Kyokai 6,4 Milliarden Euro

ARD 6,3 Milliarden Euro

Bloomberg 6,2 Milliarden Euro

Quelle: Unternehmen

Schibsted beschäftigt international fast 8000 Mitarbeiter. Der Konzern mit Sitz in Oslo ist in 29 Ländern tätig und gibt in Norwegen beispielsweise die Zeitung „Aftenposten“ heraus. Die Rubrikensparte ist Schibsted zufolge die größte Europas.

Von

rtr

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