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04.03.2014

14:14 Uhr

Start in Deutschland

Suchmaschine Qwant verspricht Datenschutz

„Wir sammeln absolut keine persönlichen Daten“: Die französische Suchmaschine Qwant mit will Datenschutz punkten, Informationen über die Nutzer werden nicht dauerhaft gespeichert. Damit ist die Firma aber nicht allein.

Konkurrenz für den Suchmaschinenriesen? Qwant will Google angreifen. dpa

Konkurrenz für den Suchmaschinenriesen? Qwant will Google angreifen.

BerlinDie französische Suchmaschine Qwant will mit einem Fokus auf den Schutz der Privatsphäre Nutzer in Deutschland gewinnen. „Wir versuchen, Ihnen so viel Privatsphäre und Sicherheit wie möglich zu geben“, sagte Qwant-Mitgründer Eric Léandri am Dienstag bei der Vorstellung des Unternehmens in Berlin. „Wir sammeln absolut keine persönlichen Daten.“

Qwant setzte lediglich einen Cookie für die jeweilige Sitzung, speichere Informationen zum Nutzerverhalten aber nicht dauerhaft. Die Suchergebnisse sind für alle Nutzer gleich und nicht personalisiert wie etwa bei Google. Qwants Ergebnisseite ist in mehrere Spalten aufgeteilt, in denen Informationen von Nachrichtenseiten, Wikipedia oder aus Online-Netzwerken wie Facebook und Twitter gesammelt sind.

Die heißen Smartphone-Dienste

Snapchat

Mit der Snapchat-App können Nutzer Textnachrichten, Fotos und Videos verschicken, die sich nach einem kurzen Zeitraum selbst löschen. Gerade unter Jugendlichen ist die Anwendung beliebt – vermutlich nicht selten für Anzüglichkeiten. Die Gründer lehnten mehrere milliardenschwere Übernahmeangebote ab, auch Facebook ließen sie abblitzen.

Instagram

Ein Produkt des Smartphone-Zeitalters ist der Foto-Dienst Instagram: Er war von vornherein nur für mobile Geräte ausgelegt. Nutzer können Fotos und Videos aufnehmen, mit Filtern aufpeppen und hochladen. Das Prinzip von Instagram erinnert an Twitter, nur dass es hier ausschließlich um Bilder geht. Facebook übernahm den Dienst 2012 für umgerechnet eine Milliarde Dollar.

Pinterest

Beim Fotodienst Pinterest sammeln die Nutzer Bilder von verschiedenen Websites in digitalen Notizbüchern – meistens mit dem Smartphone. Die Entwicklung von Pinterest wird von Urheberrechtssorgen begleitet: Die öffentlichen Sammlungen könnten nach Ansicht einiger Experten als Urheberrechtsverletzung ausgelegt werden. Das Unternehmen hat inzwischen eine Milliardenbewertung.

Whatsapp

In immer mehr Ländern wird Whatsapp zum SMS-Ersatz. Der Dienst erlaubt es, Kurznachrichten, Bilder und Videos über Internet zu verschicken. Die App läuft auf sämtlichen Betriebssystemen. Trotz etlicher Sicherheitspannen gehört Whatsapp zu den beliebtesten Smartphone-Anwendungen, sie hat nach Unternehmensangaben 500 Millionen Nutzer. Facebook hat das Start-up für 22 Milliarden Dollar übernommen.

Line

Ähnliche wie Whatsapp funktioniert Line, eine App mit asiatischem Ursprung. Sie bietet Instant Messaging für Smartphone und PC. Nutzer können nicht nur Textnachrichten, Fotos und Videos tauschen, sondern auch Telefonate führen. Eine Besonderheit sind virtuelle Sticker, die man in einem Shop kaufen kann.

Vine

Mit dem Dienst Vine können Nutzer bei Twitter sechs Sekunden kurze Videoschnappschüsse hochladen, die in einer Endlosschleife laufen. Der Zwitscherdienst übernahm das Start-up nur wenige Monate nach dessen Gründung im Sommer 2012. Vine hat nach Angaben vom Sommer 40 Millionen Nutzer.

Periscope

Videoübertragungen in Echtzeit ermöglicht der Dienst Periscope, der zu Twitter gehört. Die Bedienung ist bewusst einfach gehalten: App öffnen, „Broadcast“ klicken – schon beginnt der Live-Stream. Ein konkurrierendes Angebot ist Meerkat.

Tumblr

Twitter ist kurzatmige Internet-Kommunikation, Blogs lassen sich mehr Zeit. Irgendwo dazwischen befindet sich Tumblr, ein 2007 gegründeter Web-Dienst für das unkomplizierte Veröffentlichen im Netz. Ähnlich wie bei Twitter kann man bei Tumblr anderen Nutzern folgen und sieht dann deren Beiträge im sogenannten Dashboard, einer Übersichtsseite. 2013 übernahm Yahoo das Start-up für 1,1 Milliarden Dollar.

Qwant habe bisher 3,5 Millionen Euro von Investoren eingesammelt, sagte Mitgründer Jean Manuel Rozan. Geld verdient die Suchmaschine mit dem Verkauf von Software an Firmen und mit Werbelinks, bei denen Qwant einen Anteil erhält, wenn Nutzer etwas kaufen.

Neu ist die anonyme Suche indes nicht: Auch Duckduckgo und Ixquick versprechen, keine Informationen über die Nutzer zu speichern.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

04.03.2014, 17:54 Uhr

...bevor hier das HB wieder Artikel einstellt...hat sich der Redakteur denn diese "Suchmaschine" einmal angesehen?
...wenn das das Niveau ist auf dem Artikel recherchiert werden, dann wundert mich bald nichts mehr....vollkommen unbrauchbar, egal wieviel geld die bereits eingesammelt haben...

Account gelöscht!

05.03.2014, 17:09 Uhr

Der Artikel hat eher einen informativen Charakter und bleibt bei der Sache. Es ist weder ein Testergebnis noch eine Evaluation gegen andere Anbieter. Als Leser vom HB möchte ich auch über so eine Suchmaschine informiert werden, unabhängig davon wie gut sie ist. Da soll sich jeder seine Meinung bilden. Die Kritik geht daher an der Sache vorbei.

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