Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.11.2015

21:45 Uhr

Streaming-Musikdienst

Apple startet App für Android-Smartphones

Apple erweitert die Reichweite seines Streamingdienstes für Musik und bietet nun auch eine App für Android-Smartphones an. Apple wird damit seinen Marktanteil weiter ausbauen können.

Apple hat seine App zum streamen von Musik nun auch für das Google-Betriebssystem Android veröffentlicht. dpa

Streaming-Service Apple Music

Apple hat seine App zum streamen von Musik nun auch für das Google-Betriebssystem Android veröffentlicht.

CupertinoApple macht seinen Streaming-Musikdienst gut vier Monate nach dem Start auch für Nutzer des Google-Betriebssystems Android verfügbar. Der Konzern brachte die App am Dienstag wie angekündigt in Googles Download-Plattform Play Store. Es ist zunächst eine Beta-Version, die noch nicht alle Funktionen enthält.

Die Verfügbarkeit auf Android kann für Apple ein wichtiger Faktor sein, um mehr Nutzer für den neuen Musik-Dienst zu gewinnen. Das Google-System hat einen Marktanteil von rund 80 Prozent beim Smartphone-Absatz.

Streaming-Dienste

Nutzen statt besitzen

Beim Musik-Streaming werden Songs direkt aus dem Internet abgespielt, statt sie auf die Geräte herunterzuladen. Dafür werden die Dateien in viele kleine Pakete zerlegt und in einem konstanten Strom aufs Gerät übertragen. Fans können damit Musik nutzen, ohne sie zu besitzen.

Marktführer Spotify

Es ist ein noch relativ kleines aber schnell wachsendes Geschäft. Größter Anbieter ist die schwedische Firma Spotify mit aktuell 15 Millionen zahlenden Kunden und 45 Millionen Gratis-Nutzern. Es gibt aber auch zahlreiche andere Dienste – allein in Deutschland gibt es 15 Anbieter, darunter Radio und Deezer und Apple Music.

Volle Auswahl für 10 Euro

Die meisten Anbieter setzen auf ein Abo-Modell: Für einen monatlichen Betrag gibt es den Zugriff auf ein Angebot aus Millionen Songs. Die Paketpreise beginnen bei fünf Euro, für rund 10 Euro bekommen Nutzer oft auch eine Offline-Funktion. In einigen Fällen können Musikfans eine werbefinanzierte Variante mit weniger Funktionen auch kostenlos nutzen.

Erfolg im zweiten Versuch

Schon vor rund zehn Jahren versuchten verschiedene Anbieter, Abo-Dienste zu etablieren – der Durchbruch kam aber erst mit der Verbreitung von Smartphones und allgegenwärtigen schnellen Datenverbindungen.

Mäßiger Sound

Als eine Schwäche gilt bei Musik-Enthusiasten die starke Kompression, die nötig ist, um die Dateien möglichst sparsam durch die Netze zu kriegen. Das kann die Sound-Qualität drücken.

Stand: Januar 2015

Apple kam nach Ablauf der dreimonatigen Probezeit für die ersten Nutzer seines Musikdienstes auf 6,5 Millionen zahlende Abo-Kunden. Damit sprang der iPhone-Konzern aus dem Stand auf den zweiten Platz in dem Geschäft nach dem schwedischen Marktführer Spotify mit rund 20 Millionen Abo-Kunden.

Apple bietet Dienste meist vor allem mit Blick auf Nutzer der hauseigenen Geräte an, aber es gab bereits auch Ausnahmen. So bekam die Download-Plattform iTunes erst richtig Schwung, als der Konzern sie 2003 auch für Windows-PCs verfügbar machte. Das war allerdings, bevor Apple vor allem mit dem iPhone einen großen eigenen Kundenstamm von Hunderten Millionen Nutzern aufgebaut hatte.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×