Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.06.2017

13:04 Uhr

Streamingdienst

Apple will Musikkonzernen weniger zahlen

Apple will seine Abgaben an Musikkonzerne aus dem Streamingdienst Apple Music reduzieren. Damit ist man nun auf dem Niveau des Marktführers Spotify angekommen. Apple Music hat weltweit 27 Millionen zahlende Kunden.

Der Konzern will den Musikkonzernen künftig weniger Abgaben aus dem Streaming-Geschäft zahlen. dpa

Apple Music

Der Konzern will den Musikkonzernen künftig weniger Abgaben aus dem Streaming-Geschäft zahlen.

CupertinoApple will laut einem Medienbericht die Abgaben an Musikkonzerne aus seinem Streamingdienst drücken. Derzeit gingen 58 Prozent des Geldes von Abo-Einnahmen von Apple Music an die Plattenfirmen, Apple wolle den Anteil auf 52 Prozent senken, berichtete der Finanzdienst Bloomberg am Donnerstag.

Auf diesem Niveau sei auch der Streaming-Marktführer Spotify in seinem jüngsten Deals mit der Musikbranche angekommen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Zugleich hatte Spotify im Geschäftsbericht für das vergangene Jahr erklärt, dass in den kommenden zwei Jahren Mindestzahlungen von zwei Milliarden Euro an die Musikbranche fällig werden.

Spotify, Apple Music & Co: Streaming treibt Wachstum in der Musikindustrie an

Spotify, Apple Music & Co

Streaming treibt Wachstum in der Musikindustrie an

Spotify und Co. sei Dank: Die Musikindustrie wächst wieder und blickt optimistisch in die Zukunft. Doch die Branche schießt sich jetzt auf Plattformen wie Youtube ein, die ihr jedoch weniger Geld einbringen.

Spotify kam nach jüngsten Zahlen auf über 50 Millionen zahlende Abo-Kunden und Apple Music ist die klare Nummer zwei im Markt mit 27 Millionen. Das Streaming, bei dem die Songs direkt aus dem Netz abgespielt werden, gilt als Vertriebsweg der Zukunft für Musik und lässt die Branchenumsätze erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt wieder deutlich wachsen. Zugleich geht das Geschäft mit CD-Verkäufen und Downloads zurück.

Apple habe sich zum Start seines Streaming-Dienstes vor zwei Jahren zu einer höheren Abgabe an die Musikfirmen als die damaligen 55 Prozent von Spotify bereit erklärt, schrieb Bloomberg. Denn die Plattenfirmen seien damals besorgt gewesen, dass Apple Music das lukrative Download-Geschäft auf der iTunes-Plattform torpedieren könnte. Die Umsätze dort seien aber nicht so stark gesunken wie befürchtet.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×