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13.01.2015

13:49 Uhr

Streamingdienst

Spotify hat 15 Millionen zahlende Nutzer

Spotify wächst weiter rasant. 45 Millionen Menschen nutzen das weltgrößte Musik-Streamingangebot kostenlos. Aber immer mehr Nutzer sind auch bereit, für werbefreie Musik zu zahlen.

Der Streamingdienst Spotify hat nach eigenen Angaben bereits 45 Millionen Nutzer. AFP

Der Streamingdienst Spotify hat nach eigenen Angaben bereits 45 Millionen Nutzer.

StockholmDer weltgrößte Musik-Streamingdienst Spotify hat nach eigenen Angaben inzwischen 15 Millionen zahlende Nutzer. Zum Jahresende 2014 benutzten weitere 45 Millionen Musikfreunde das Angebot kostenlos, wie Spotify am späten Montagabend in Stockholm mitteilte. Allein seit November seien 2,5 Millionen zahlende Abonnenten hinzugekommen.

Mit Spotify können Musikstücke aus einem umfangreichen Katalog ausgewählt und kostenlos via Internet angehört werden. Dabei wird Werbung eingespielt und angezeigt - es sei denn, ein Nutzer entscheidet sich für ein Abonnement, das acht bis elf Euro im Monat kostet. Damit wird der Dienst werbefrei. Auf mobilen Geräten, etwa Smartphones, ist das Angebot nur im Abonnement verfügbar.

Streaming-Dienste

Nutzen statt besitzen

Beim Musik-Streaming werden Songs direkt aus dem Internet abgespielt, statt sie auf die Geräte herunterzuladen. Dafür werden die Dateien in viele kleine Pakete zerlegt und in einem konstanten Strom aufs Gerät übertragen. Fans können damit Musik nutzen, ohne sie zu besitzen.

Marktführer Spotify

Es ist ein noch relativ kleines aber schnell wachsendes Geschäft. Größter Anbieter ist die schwedische Firma Spotify mit aktuell 15 Millionen zahlenden Kunden und 45 Millionen Gratis-Nutzern. Es gibt aber auch zahlreiche andere Dienste – allein in Deutschland gibt es 15 Anbieter, darunter Radio und Deezer und Apple Music.

Volle Auswahl für 10 Euro

Die meisten Anbieter setzen auf ein Abo-Modell: Für einen monatlichen Betrag gibt es den Zugriff auf ein Angebot aus Millionen Songs. Die Paketpreise beginnen bei fünf Euro, für rund 10 Euro bekommen Nutzer oft auch eine Offline-Funktion. In einigen Fällen können Musikfans eine werbefinanzierte Variante mit weniger Funktionen auch kostenlos nutzen.

Erfolg im zweiten Versuch

Schon vor rund zehn Jahren versuchten verschiedene Anbieter, Abo-Dienste zu etablieren – der Durchbruch kam aber erst mit der Verbreitung von Smartphones und allgegenwärtigen schnellen Datenverbindungen.

Mäßiger Sound

Als eine Schwäche gilt bei Musik-Enthusiasten die starke Kompression, die nötig ist, um die Dateien möglichst sparsam durch die Netze zu kriegen. Das kann die Sound-Qualität drücken.

Stand: Januar 2015

Spotify gewinnt wegen seiner großen Nutzerzahl zunehmend Macht in der Musikindustrie. Die schwedische Firma veröffentlicht keine Finanzdetails und gibt lediglich an, 30 Prozent ihres Gewinns selbst zu behalten und 70 Prozent an Künstler und Rechteinhaber weiterzugeben.

Das Geschäftsgebaren von Spotify ist aber umstritten. US-Popsängerin Taylor Swift sorgte im November für Schlagzeilen, als sie all ihre Werke aus dem Katalog des Streamingdienstes zurückzog. Swift begründete den Schritt mit zu geringen Zahlungen von Spotify. Die Firma führte hingegen an, dass sie wenigstens überhaupt etwas zahle, während Künstler bei den zahlreichen illegalen Download-Angeboten ganz leer ausgingen.

Von

afp

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